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Münchner Forum Nachhaltigkeit


Gemeinsam mit dem oekom Verein und der Schweisfurth-Stiftung führt sie Selbach-Umwelt-Stiftung seit 2005 die regelmäßige Vortragsreihe "Münchner Forum Nachhaltigkeit" durch.

 

Als zusätzliche Kooperationspartner konnten in den letzten Jahren gewonnen werden: Die Umwelt-Akademie e.V., Bürgerstiftung München, Green City e.V., Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Ringvorlesung Umwelt der Studentischen Vertretung der TU München.

 

Eine Überblick über die Vorträge der Jahre 2005 bis 2021 finden Sie hier.

 

 

151. Abend: Dienstag, den 24. Januar 2023

 

Constantin Zerger

 

Fracking
Umstrittene Technologie auf dem Vormarsch – auch bei uns?

 

Thema:

Seit dem Krieg in der Ukraine ist es in Deutschland Konsens, dass kein Gas aus Russland mehr importiert werden soll. Vor wenigen Tagen, am 3. Januar, ist der erste mit Flüssigerdgas (LNG) beladene Tanker aus den USA im neu gebauten Terminal in Wilhelmshaven eingetroffen. Damit importiert Deutschland erstmalig auf direktem Wege auch sog. Fracking-Gas.

Das Gas stammt aus bis zu mehreren tausend Meter tiefen Gesteinsformationen, in denen es fest eingeschlossen ist. Es bedarf eines sehr hohen technischen Aufwands, um mit Hilfe von viel Wasser, Sand und dem Einsatz spezieller Chemikalien das Gestein aufzubrechen (to fracture) und die Gasvorkommen zu erschließen.

In Deutschland ist Fracking in solch „unkonventionellen Lagerstätten“ verboten. Angesichts der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Gasknappheit wird jedoch nicht nur über die neuen LNG-Terminals Fracking-Gas aus dem Ausland importiert; auch die politische Debatte über eine mögliche Gasförderung in Deutschland ist wieder aufgelebt. Bundesfinanzminister Lindner, aber auch der bayerische Ministerpräsident Söder fordern bereits ein Ende des Verbots.

•    Welche Erfahrungen mit Fracking liegen aus dem Ausland vor?
•    Welche ökologischen Risiken gehen mit Fracking einher?
•    Wie sieht die Klimabilanz des Fracking-Gases aus?
•    Was würde Fracking in Deutschland bedeuten – auch mit Blick auf die dringend notwendige Energiewende?

Referent:

Diese Fragen wird der Politikwissenschaftler Constantin Zerger in seinem Vortrag vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung behandeln. Er ist Bereichsleiter für Klimaschutz und Energie bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die vor wenigen Monaten das Hintergrundpapier Fracking-Gas als Lösung für die Gaskrise? herausgegeben hat.

 

Die Anmeldung zu dieser Hybrid-Veranstaltung im münchner zukunftssalon (präsenz & online) erfolgt über die Website des oekom e.V.: hier.