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Beendete Projekte


21. Oktober 2018

 

Workshop: "Active Hope – Dem Chaos begegnen, ohne verrückt zu werden"

 

Einführung in die Tiefenökologie mit Gabi Bott im Rahmen des 12. Münchner Klimaherbstes (Förderzeitraum: 2018)

 

 

 

Den Herausforderungen unserer Zeit wie Klimawandel und Energiewende, Artensterben oder globale Ungerechtigkeit fuhlen sich viele nicht gewachsen und reagieren mit Ohnmacht oder sie überforderndem Aktivismus. Tiefenökologie bietet einen Raum, diese Gefühle nicht zu verdrängen, sondern sie zu spüren und zu benennen und die Erfahrung zu machen, dass Du daran nicht zerbrichst, sondern Kraft gewinnst. Das Wichtigste an dieser Arbeit ist, dass unser Wissen erfahrbar wird, Herz und Verstand in Verbindung sind und wir so zum Handeln kommen, aus uns selbst heraus, mit einem neuen Bewusstsein, dem Bewusstsein für das Ganze! Das lässt uns die Verantwortung übernehmen, für uns selbst und für das, was in der Welt geschieht. Tiefenökologie kann von der Ohnmacht zum Handeln führen. Durch Übungen wird dieser Prozess erfahrbar.

 

Gabi Bott hat die Erkenntnisse und das praktische Vorgehen in der Tiefenökologie vor 20 Jahren durch ihre Lehrerin Ph. D. Joanna Macy kennen gelernt. Dieser ganzheitliche, heterogene und interaktive Ansatz, das Leben „ohne Warum“ in all seinen Facetten zu sehen und vor allem zu spüren, brachte sie in die Gemeinschaft Ökodorf Sieben Linden, in der sie seit 17 Jahren lebt. Dort wird die Tiefenökologie als angewandte Praxis gelebt. Sie gibt ihr erlerntes, erlebtes Wissen und ihre Erfahrungen in Workshops, Vorträgen und im Jahrestraining „holon-training“ weiter. Außerdem gibt sie Seminare in Gemeinschaftsbildung.

 

Kontakt: Gabi Bott

 

 

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9. Oktober 2018

 

Vortragsveranstaltung: "Energie für die Wende"

 

Auftaktveranstaltung des 12. Münchner Klimaherbstes im Alten Rathaussaal (Förderzeitraum: 2018)

 

 

 

Energie ist bekanntlich überall – und die Energiewende ebenso. Von global bis lokal, von kommunal über gewerblich bis hin zur persönlichen Perspektive: Der Münchner Klimaherbst spannt mit seiner Eröffnungsveranstaltung den facettenreichen Bogen und bleibt nicht bei den Hemmnissen stehen. Denn gute Gründe und gute Beispiele finden sich auf allen Ebenen und zeigen Wege aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern für Wärme, Strom und Treibstoff auf.

 

Die Referenten des Abends zeigten "reale Utopien", erfolgreiche Transformationsprozesse auf. Andreas Huber, jüngstes Mitglied des Club of Rome in Deutschland, gab einen Überblick zur ökologischen Krise und vielversprechenden Lösungsansätzen. Anschließend zoomten wir auf die lokale Ebene und erfuhren von Ulrich Ahlke, Leiter des Amts für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Landkreises Steinfurt, mit wie viel Power und Vielfalt dort die Energiewende gestaltet wird. Die Frage nach den eigenen Ressourcen – von Zeit bis Humor – kam ebenso vor wie das ein oder andere gedankenanregende Intermezzo, vom
Poetry Slam (Julius Althoetmar) bis zu unserem Special Guest: dem Münchner Kneipenchor.

 

Video der Auftaktveranstaltung

 

 

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5. bis 9. September 2018

 

Münchner Klimacamp

 

Vorbereitung und Durchführung des ersten Münchner Klimacamps (Förderzeitraum: 2018)

 

Seit Oktober 2017 arbeitete eine Gruppe von ehrenamtlich engagierten Menschen daran, das erste Münchner Klimacamp zu organisieren. Anfang September 2018 fand das Camp an fünf Tagen in Vaterstetten bei München statt – als erstes Klimacamp in Süddeutschland. Ziel war es, die Dringlichkeit für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, sich zu vernetzen, gemeinsam in Aktion zu treten und Forderungen durch kreativen Protest in die Öffentlichkeit zu tragen.

Neben einem breiten Bildungsangebot mit selbstorganisierten Workshops bot das Abendprogramm mit Podiumsdiskussion, Filmvorführung und Theaterprogramm reichlich Möglichkeiten, in die Themen rund um Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einzutauchen. Abgerundet wurde das ganze durch den Aktionstag am Samstag, den 8. September, welcher im Rahmen des weltweiten „Rise for Climate“ stattfindet. Unter dem Motto „die Straßen gehören uns“ haben die Teilnehmenden des Camps sich an Aktionen anderer Gruppen in der Innenstadt Münchens  beteiligt.

Das Münchner Klimacamp legte den Fokus dabei auf den Bereich Mobilität. Denn knapp ein Fünftel der deutschen Treibhausgasemissionen stammen aus dem Verkehrssektor. Es ist der einzige Sektor, in dem im Vergleich zu 1990 die Emissionen nicht zurückgegangen, sondern weiter angestiegen sind. Damit ist der Autoverkehr eine der Hauptursachen für die globale Klimakrise. Auf dem Klimacamp in der Autostadt München sollte über die Notwendigkeit des Ausstiegs aus der fossilen Automobilindustrie diskutiert und Visionen für eine klimafreundliche Mobilität sowie globale Klimagerechtigkeit entworfen werden.

In den letzten Jahren haben sich Klimacamps als Orte der Vernetzung und Aktionen in Deutschland und Europa immer weiter etabliert. Besonders bekannt sind in Deutschland die Camps in und um die deutschen Braunkohlereviere geworden, wie zum Beispiel das Klimacamp im Rheinland.Die Arbeit n dem Münchner Klimacamp erfolgte komplett auf ehrenamtlicher Basis. Die Selbach-Umwelt-Stiftung stellte die Mittel für die Finanzierung der Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Internet) und Logistik des Camps. 

 

Website

 

 

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15. August 2018

 

Workshop Tiefenökologie

 

Durchführung eines Tiefenökologie-Workshop auf dem Klimacamp im Rheinland

 

Seit 2010 findet jeden Sommer im rheinischen Braunkohlerevier ein Klimacamp statt. Das rheinische Braunkohlerevier ist einer der Orte in Deutschland, an dem die Ursachen des Klimawandels sicht- und erlebbar werden. Jedes Jahr werden hier 100 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, Wälder zugunsten der Kohle gerodet, historische Gebäude abgerissen und Menschen umgesiedelt.

 

Der Umgang mit dieser Situation ist sehr unterschiedlich. Einige Menschen werden sehr aktiv und kämpfen gegen die Zerstörung, viele andere sind mit der Situation und ihrer Komplexität schlicht überfordert und verdrängen die Gefahren. Allen gemeinsam ist eine Angst vor dieser Zerstörung. Eine Angst, die durchaus etwas sehr Heilsames haben kann. Denn die tief empfundene Sorge um den Planeten ist Ausdruck davon, dass wir mit der Welt eine Verbindung haben, die uns mitfühlen lässt mit ihr und Ihren BewohnerInnen. Die Angst vor ihrer Zerstörung zu erleben bedeutet, diese Verbindung wieder zu erleben. So sind wir in der Lage zu spüren, was uns wichtig ist in der Welt. Wir verstehen besser, was wir an der Welt und den Menschen lieben und somit schützen und erhalten wollen. Aus dem Kampf gegen etwas wird eine Wirken für etwas.

 

Diesen Zusammenhängen nachzugehen und nachzuspüren diente eine eintägiger Workshop auf dem Klimacamp im Braunkohlerevier, der sich methodisch an der von Joanna Macy und anderen entwickelten Tiefenökologie orientierte. An ihm nahmen 34 AktivistInnen des Klimacamps teil.

 

Klimacamp im Rheinland: Website

 

 

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17. bis 19. November 2017

 

Workshop: "Gemeinsam leben – wie geht das?"

 

Bildungsveranstaltung des KlosterGut Schlehdorf e.V. in Schlehdorf (Förderzeitraum: 2017)

 

Immer mehr Menschen haben den Wunsch, in Gemeinschaft zu leben und seit einiger Zeit entstehen zahlreiche Gemeinschaftsprojekte. Doch der Aufbau einer tragfähigen Gemeinschaft und das Leben in Gemeinschaft ist mit vielen Herausforderungen verbunden und keineswegs einfach.

 

Unter dem Motto „GEMEINSAM LEBEN – WIE GEHT DAS? Bedürfnisse, Erfahrungen und Möglichkeiten für ein gelingendes Miteinander“ gingen die Teilnehmer/-innen Fragen nach, die sich im Alltag des Zusammenlebens ergeben und lernen Methoden kennen, die das Zusammenleben erleichtern. Berichte von eigenen Gemeinschaftserfahrungen wurden verknüpft mit Einblicken in Soziokratie, Systemischen Konsensieren und Gewaltfreie Kommunikation und ergänzt durch praktisches Miteinandergestalten mit Ton, Holz und im Hofladen des Klosterguts.

 

Programm

 

 

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13. Oktober 2017

 

Vortrag: "Nachhaltiges Palmöl? – Ökologische und soziale Auswirkungen des Ölpalmanbaus in der Amazonasregion"

 

Vortrag von Charlotte Kottusch im münchner zukunftssalon (Förderzeitraum: 2017)

 

Palmöl ist einer der wichtigsten Rohstoffe der Welt und steckt in jedem zweiten Supermarktprodukt: von Margarine und Schokoriegel bis hin zum Lippenstift und Waschmittel. Unter der wachsenden Nutzung von Palmöl leiden Mensch und Natur: weltweit fallen wertvolle tropische Regenwälder riesigen Monokulturen zum Opfer und werden Landnutzungsrechte von Kleinbauern missachtet. Ist eine ökologisch wie sozial nachhaltige Produktion von Palmöl möglich? Ein Bericht aus dem Zentrum des brasilianischen Ölpalmanbaus.

Die Referentin des Abends, Charlotte Kottusch, ist Sozialökologin und Projektmitarbeiterin beim International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Laxenburg/A sowie Vorstandsmitglied der Menschenrechtsorganisation FIAN Österreich. Sie erhielt 2017 den GAIA Masters Student Paper Award (finanziert von der Selbach-Umwelt-Stiftung) für ihre Masterarbeit The Socio-Ecological Impacts of palm Oil Production in Rural Communities. A Study of aterial Flows in the Micro-Region Tomé-Acu in pará, Brazil, geschrieben an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt-Wien-Graz.

 

In ihrer Masterarbeit untersuchte Charlotte Kottusch Nachhaltigkeitsaspekte in einem der hotspots der Palmöl-Produktion in Brasilien. Sie konnte zeigen, dass der zunehmende Palmöl-Anbau erheblichen Einfluss auf die Landnutzung in der untersuchten Region hat und die wirtschaftlichen und biophysikalischen Existenzgrundlagen der ländlichen Bevölkerung stark beeinflusst.

 

Video

 

 

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6./7. Oktober 2017

 

Global Caring – Sorge für die Welt

 

Tagung der Frauenakademie München e.V. und des BenE München e.V. im Rahmen des 11. Münchner Klimaherbstes (Förderzeitraum: 2017)

 

Der Klimawandel als Teil der vielfältigen globalen Krisen braucht Zukunftsentwürfe jenseits ausgetretener Pfade. Care als „gute Sorge“ verweist auf grundlegende Fragen nach der Erhaltung von Leben und seiner sozialen und ökologischen Einbettung. Aus einer Care-Perspektive kommen unterschiedliche und oft disparat erscheinende Dimensionen in den Blick. Insbesondere die Beiträge der feministischen Theorie und Praxis zeigen, wie Care, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Demokratie zusammengedacht werden können und wie eine Transformation der multiplen Ungleichheitsverhältnisse hin zu einer (vor)sorgenden Gesellschaft aussehen kann. Konzepte wie „Caring Democracy“ und „Wirtschaft ist Care“ wurden auf der Veranstaltung vor- und zur Diskussion gestellt. Bei einem „Gerechtigkeitsfrühstück“ wurde der Zusammenhang von Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung für die gesellschaftspolitische Praxis ausgelotet.

 

Referierende auf der Tagung waren u.a. Dr. Daniela Gottschlich, Dr. Birte Rodenberg und Dr. Ina Praetorius.

 

Programm

 

 

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6. Oktober 2017

 

Tagung: "Burnout von Mensch und Erde.

Wie Psychologie und Psychotherapie beiden helfen können"

 

Tagung des Vereins für Nachhaltigkeit e.V. und der Transition-Town-Initiative "Trudering im Wandel" im Kulturzentrum Trudering

 

Trotz zahlreicher aufklärender Bucher und Berichte sowie politischer Konferenzen in den letzten Jahrzehnten schreitet die globale Umweltzerstörung nahezu ungebremst voran. Der Menschheit insbesondere in den Industrieländern geht es jedoch, zugespitzt, auch psychisch nicht gut: abhängig von fossilen Energien und moderner Technik, burnout-geplagt von den Anforderungen eines kontinuierlichen Wachstums und zu vieler Freizeit- und Konsummöglichkeiten, anpassungsgestört hinsichtlich der eingetretenen Situation, ohnmächtig-depressiv im Anblick der anstehenden Herausforderungen sowie narzisstisch gekränkt von den ökologischen Grenzen menschlichen Handelns, dennoch weiter größenwahnsinnig überzeugt von den eigenen technischen Möglichkeiten, steuert sie autodestruktiv schwierigen Zeiten entgegen.

 

Bisher jedoch haben in der Diskussion der ökologischen Krise die Lebenswissenschaften nur eine geringe Rolle gespielt. Dabei wird immer deutlicher, wie widerspruchlich menschliches Verhalten ist, welche Rolle etwa Emotionen und Motive dabei spielen. Ein rein rationales und mahnendes Vorgehen stößt daher an seine Grenzen. Somit stellt sich die Frage, welchen Beitrag Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie zur Bewältigung der Ökokrise leisten können. Auch ethische Konflikte bleiben dabei nicht aus:

 

  • Ist es Aufgabe der individuellen Behandlung, auf kollektive Veränderungen einzuwirken?
  • Wie lässt sich ein gesunderes „Weniger ist mehr“ therapeutisch vermitteln?
  • Können heilsame Wirkungen von Grun trotz Naturentfremdung und Digitalisierung vermittelt werden?
  • Erhöht das therapeutisch erzielte bessere Befinden der Patienten u.U. sogar ein umweltschädliches Verhalten durch wieder gegebene Alltagsfunktionalität?
  • Und wie gehen wir mit den Sorgen der Menschen um den Zustand der Welt um?

 

In jedem Fall werden somit auch die „Psychodisziplinen“ über die Beschäftigung mit dem seelischen Innenleben hinaus Antworten auf die rasanten Veränderungen der Außenwelt finden mussen. Die Tagung soll einen Beitrag leisten. Angesprochen sind psychotherapeutisch tätige Psychologen und Ärzte sowie weitere Interessierte, auch aus dem Umwelt- und Naturschutzbereich.

 

Kontakt: Dr. Joachim Hamberger (Verein für Nachhaltigkeit e.V.)

Dr. Andreas Meißner (Trudering im Wandel)

 

 

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22. bis 24. September 2017

 

„Der Atem der Erde – Spirituelle und kulturelle Antworten auf den Klimawandel"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing und der Intersein Stiftung (Förderzeitraum: 2017)

 

In Zeiten des Klimawandels wird der menschliche Einfluss auf die Erde immer deutlicher: Wir leben im „Anthropozän“. Heutige Generationen sind die ersten, welche die immensen Auswirkungen menschlichen Wirtschaftens auf das Klima erkennen. Und vielleicht auch die letzten, die noch rechtzeitig einen neuen Weg einschlagen können: weg von einer selbstzerstörerischen industriellen Wachstumsgesellschaft hin zu einer lebenserhaltenden und das Leben fördernden Gesellschaft. Und das bei bald acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Eine der bislang größten Herausforderungen der Menschheit – zugleich eine Überforderung? 

 

Angesichts des anstehenden ökologischen und sozialen Wandels reagieren heute viele mit Verdrängung, einem blinden „weiter so!“ oder Resignation – andere mit Wut, Aggression und Aktivismus. Wo aber könnten Quellen für mehr Mut, Zuversicht und Engagement liegen? Wie können wir genügend Kraft schöpfen für die politische Gestaltung unserer Welt?  

 

Seit jeher haben religiöse, spirituelle und im weitesten Sinne kulturelle Traditionen die Verbindung von Mensch und Natur in den Fokus gerückt und erfahrbar werden lassen. Heute gibt es viele neue Impulse. Wo also lassen sich sinnstiftende Antworten auf den Klimawandel und andere Umweltprobleme finden? Und welche praktischen und politischen Konsequenzen leiten sich daraus ab?  

 

In der Tagung in Tutzing wollen wir gemeinsam mit Künstlern und Wissenschaftlerinnen, Klimaaktivisten und Dharma-Lehrerinnen, Schamanen und Theologinnen nicht nur zu diskutieren, sondern auch verschiedene Ansätze miterleben – und erproben.

 

Programm

Anmeldung

Flyer

 

 

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18. bis 23. August 2017

 

degrowth Sommerschule 2017

 

Förderung der vom Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. durchgeführten Sommerschule (Förderzeitraum: 2017)

 

Die Sommerschule, die in der Zeit vom 18. bis 23. August 1917 am Rande des Braunkohletagebaus im Rheinland stattfand, deckte mit ihren fünftägigen Kursen, Workshops und Podiumsdiskussionen wieder ein breites Spektrum an Themen ab: von praktischen Fähigkeiten über aktivistische Strategien bis hin zu wissenschaftlichen Debatten.

 

Wie schon im letzten Jahr war einer der inhaltlichen Schwerpunkte der Sommerschule die Frage nach der Zukunft des Rheinischen Braunkohlereviers. Denn hier müssen Degrowth-Konzepte auf den Prüfstand: Wie viel Strom braucht die Gesellschaft? Wie soll er produziert werden? Wie lassen sich dreckige Industrien sozial gerecht abwickeln? Welche Strategien sind legitim, um für ein gerechtes Leben für alle zu streiten? Die Hauptveranstaltung hierzu war die Podiumsdiskussion “Was kommt nach der Braunkohle? Und wie wird der Weg dorthin gerecht?” in der Stadthalle Erkelenz. Erstmals sprachen auf dem Podium öffentlich RWE-Beschäftigte, Klima-Aktive und Menschen aus der Region gemeinsam über die Gestaltung des Kohleausstiegs.

 

Neben der Podiumsdiskussion gab es zum Auftakt der Sommerschule eine Radtour zu den “Geschichten des Widerstands” im Rheinischen Revier. Dabei wurden besonders auch ältere Anwohner/-innen besucht, die auf eine lange Geschichte des Kampfes gegen Umsiedlungen, Abbaggerung und Kohleverstromung zurückblicken. Weitere Schwerpunkte des Programms der Sommerschule waren die “Psychologie des Wandels” sowie die Fortführung des Themas “Skills for System Change” aus dem vergangenen Jahr.

 

Website mit Programm 

Kontakt: Nina Treu und Felix Wittmann (Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V.

 

 

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28. bis 30. April 2017

 

„Ökodorf – Weltflucht oder Zukunftslabor?"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing (Förderzeitraum: 2016/17)

 

Findhorn, Sieben Linden, ZEGG oder Schlossgemeinschaft Tempelhof: Die Namen dieser Orte gelebter Utopie sind Kennern der Szene wohl bekannt, sind Chiffren für die Sehnsucht nach einem Leben in Gemeinschaft und in Einklang mit der Natur. Einige dieser Dörfer existieren seit Jahrzehnten, gleichzeitig gründen sich jedes Jahr viele vergleichbare Gemeinschaften im Deutschland neu. Jede davon hat ihre Besonderheit:  Ökologisches Bauen, Permakultur, Entscheiden im Konsens, Gemeinschaftsbildung oder Spiritualität. Alle stehen sie vor Herausforderungen wie der Abgrenzung von Privatem in Gemeinschaft, Freiheit versus Verantwortung, Verteilung von Arbeit und Einkommen oder dem Umgang mit Konflikten und unterschiedlichen Werteinstellungen.

Das Ringen um Lösungen ist dabei oft langwierig und aufreibend. Und dennoch lohnend – nämlich dort, wo derlei „intentionale Gemeinschaften“ eine konkrete Alternative schaffen zum kapitalistischen System und zu seiner Wachstumslogik. Während „draußen“ die Globalisierung voranschreitet und in ihrer heutigen Form mit Klimawandel, Ungleichheit, Lobbyismus und Krieg einhergeht, scheinen die Ökodörfer einen kleinen, schützenden Raum zu bieten, um neue Lebensformen zu erproben.

 

  • Wie aber „funktioniert“ das Leben in einem Ökodorf?
  • Welche ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Innovationen werden dort entwickelt?
  • Welche dieser Innovationen und Erfahrungen können für die gesamte Gesellschaft wegweisend sein?
  • Ist das Leben im Ökodorf eine Form von Weltflucht oder sind die neuen Gemeinschaften Zukunftslabore für die anstehende „Große Transformation“ unserer Gesellschaft?

 

All diese Fragen wurden auf der mit 120 Gästen gut besuchten Tagung  mit Ökodorf-BewohnerInnen und WissenschaftlerInnen auf der Tagung  diskutiert. Und nicht nur das: In Workshops konnte selbst erprobt werden, welche Methoden im jeweils eigenen Kontext fruchtbar gemacht werden können – im urbanen Raum, beim Zusammenleben in Familien und Wohngemeinschaften, in Unternehmen, in der politischen Arbeit und für sich selbst.

 

Programm

Flyer

 

 

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15. März 2017

 

Vortrag: "Umweltschutz und Umgang mit Ressourcen in der römischen Antike"

 

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Stefan Freyberger im münchner zukunftssalon (Förderzeitraum: 2017)

 

Bis heute findet das Thema „Umweltschutz und Umgang mit Ressourcen in antiker Zeit“ nur wenig Beachtung, obwohl zahlreiche Zeugnisse in Wort und Bild aus dem Altertum erhalten sind. Anhand ausgewählter Fallbeispiele wurde in dem Vortrag der Frage nachgegangen, inwieweit die siedlungshygienischen Maßnahmen und Vorschriften in der Antike tatsächlich ein Bewusstsein für die Umwelt und ihren Schutz widerspiegeln oder ob sie (auch) anderen Zielsetzungen dienten:

  • Die archäologische und literarische Dokumentation vermittelte zunächst ein anschauliches Bild darüber, mit welchen Mitteln man versuchte, dem Problem der Entsorgung von Müll und Schmutz Herr zu werden.
  • Ein weiteres aufschlussreiches Beispiel lieferte der Umgang mit Wasser, insbesondere in den wasserarmen Siedlungen der Levante und der Wüstensteppen. Dank einer effizienten Wasserbau-Technik verfügten die Bewohner in diesen Gebieten über eine weitgehend funktionierende Wasserversorgung.
  • In dem dritten Bereich des Vortrags kamen Zeugnisse zur Sprache, die dem Erhalt von Wäldern dienten. Das markanteste Beispiel dafür bietet die Gesetzgebung des Kaisers Hadrian (frühes 2. Jh. n. Chr.) zum Erhalt der Waldbestände im Libanon und Antilibanon.

In einem abschließenden Vergleich mit der heutigen Zeit wurden in dem Vortrag die Errungenschaften, aber auch die Defizite im Verhalten zur Umwelt in der römischen Epoche aufgezeigt.

 

Prof. Dr. Klaus Stefan Freyberger ist außerplanmäßiger Professor für Klassische Archäologie an der Universität zu Köln und war von 2002 bis 2014 Wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Archäologischen Institut in Rom.

 

 

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12. November 2016

 

"Nachhaltige Modenschau"

 

Förderung einer Modenschau mit nachhaltig hergestellter Kleidung durch die Lokalgruppe München des sneep e.V. (Förderzeitraum: 2016)

 

Am 12. November 2016 veranstaltete eine studentische Initiative für 160 Gäste eine Modenschau mit fair hergestellter und gehandelter Mode ("Munich Fair Fashion Show"). Dabei wurden über 50 Outfits präsentiert, die in Übereinstimmung mit international anerkannten Nachhaltigkeitsstandards produziert wurden. Ergänzt wurde die Show durch inhaltliche Impulse, die die Besucher über Auswirkungen ihres Kleidungs-Konsums sowie über die aktuellen Bedingungen in der Textilindustrie informierten. Dabei wurden vor allem ökologische und soziale Probleme der Branche angesprochen.

 

Seit der großen medialen Aufmerksamkeit für den verheerenden Einsturz von Textilfabriken 2012 und 2013 in Bangladesch werden die Produktionsbedingungen und vermehrt auch die ökologischen Auswirkungen der Produktion von Kleidung vielfach hinterfragt. Mit der Modenschau sollte vor diesem Hintergrund gezeigt werden, dass es Kleidung gibt, die sowohl höchsten modischen als auch ethischen Standards genügt und dennoch auch für Studierende erschwinglich ist. Mit Hilfe von Münchner Läden wurde aufgezeigt, wo faire Mode vor Ort erhältlich ist.

 

Die Resonanz auf die Modenschau war sehr groß; nicht alle Interessierten konnte aus Platzgründen Einlass gewährt werden. Auch die Medien wie die Süddeutsche Zeitung oder der Bayerische Rundfunk berichteten ausführlich über die studentische Initiative.

 

Bericht in der Süddeutschen Zeitung vom 13. November 2016: hier

Bericht im Bayerischen Rundfunk vom 14. November 2016: hier

 

Kontakt: Katrin Jutz (sneep e.V.)

 

 

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4. Oktober 2016

 

Vortrag und Podiumsdiskussion: "Cool bleiben, auf geht´s!

Gemeinsam Handeln für Klimaschutz"

 

Auftaktveranstaltung des 10. Münchner Klimaherbstes mit Prof. Dr. Claus Leggewie, Antje von Dewitz und Luise Neumann-Cosel (Förderzeitraum: 2016)

 

Über 190 Delegierte einigten sich im Dezember 2015 in Paris – wider Erwarten – auf ein gemeinsames Folgeabkommen zum Kyotoprotokoll. Der große Durchbruch in Sachen Klimaschutz ist also geschafft? Keineswegs! Die Frage, wie die hehren Ziele erreicht werden können, bleibt offen.

 

Neben einer stringenten Klimaschutzpolitik und einer Neugestaltung der Wirtschaft hin zu nachhaltigem Handeln ist auch die Zivilgesellschaft gefragt, denn: "Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Entwicklung funktionieren nicht ohne und schon gar nicht gegen die Betroffenen und Bürger", so Prof. Dr. Claus Leggewie vom Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen – und weiter: "Doch manche behaupten, es funktioniere auch nicht mit ihnen, weil das zu viel Zeit und Energie koste." Wie verantwortliche Bürgerbeteiligung organisiert sein muss, zeigte der Vortrag des renommierten Politikwissenschaftlers .

 

Die Wechselwirkung von Politik, Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement sowie Wege einer konstruktiven Zusammenarbeit wurden im Anschluss im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Antje von Dewitz, geschäftsführende Gesellschafterin von VAUDE Sport GmbH & Co. KG, und Luise Neumann-Cosel, Vorstandsmitglied von Bürgerenergie Berlin eG, diskutiert.

 

Die Podiumsgäste:

  • Prof. Dr. Claus Leggewie (Professor für Politikwissenschaften und Leiter des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen),
  • Antje von Dewitz (Geschäftsführende Gesellschafterin VAUDE Sport GmbH & Co. KG),
  • Luise Neumann-Cosel (Vorstandsmitglied Bürgerenergie Berlin eG)

 

Kooperationspartner: Netzwerk Klimaherbst e.V., Referat für Gesundheit und Umwelt der LH München und Petra-Kelly-Stiftung.

 

 

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15. Juli 2016

 

Umweltforum: „Die Zukunft fair gestalten? Wir tun was dafür!"

 

Zweites Truderinger Umweltforum (Förderzeitraum: 2016)

 

Nach dem großen Erfolg des ersten Umweltforums 2014 fand am 15. Juli 2016 das zweite Umweltforum des Kulturzentrums Trudering im Münchner Osten statt: eine lebendige Umweltmesse rund um das Thema „Nachhaltige Entwicklung“. Die Themen waren:

  • Wie kann man Ressourcen schonen?
  • Wie unsere Natur erhalten?
  • Was kann jeder Einzelne zu einer gerechteren Zukunft beitragen ...
  • ... und was wird bereits gemacht?

Mitgemacht haben 27 Aussteller, meist Umweltverbände und -gruppen, aber auch Bildungseinrichtungen (Gymnasium, Grundschule, Kindergarten), die ihre Umwelt-Aktivitäten präsentierten und zur Diskussion stellten. An zwei Tagen gab es 50 Bildungsangebote, darunter 11 Filmvorführungen, 10 Vorträge und diverse Workshops und offene Mitmachaktionen.  1.000 Besucher wurden gezählt, darunter allein 800 Kinder und Schüler aller Altersgruppen. Der Vormittag war für interessierte Schüler und Lehrkräfte reserviert, nachmittags wurde die Messe zusätzlich für allgemeines Publikum geöffnet.

 

Programm

 

 

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29. Juni 2016

 

Vortrag: "Aufstehen für die Menschlichkeit –

Das Engagement der IPPNW für eine Welt frei von atomarer Bedrohung"

 

Hans Peter Dürr-Lecture mit Frank Uhe in den Räumen des münchner zukunftssalons (oekom e.V.). Eine Kooperationsveranstaltung mit Global Challenges Network (GCN) e.V. und dem oekom e.V.

 

Hiroshima, Nagasaki, Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima … Die Liste der Orte von atomaren Verbrechen und Unfällen ist lang. Hunderttausende starben, unzählige Menschen erkrankten, Landstriche wurden verwüstet. Die atomaren Hinterlassenschaften werden uns noch auf unabsehbare Zeit beschäftigen.

 

Seit ihrer Gründung 1981 widmet sich die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) der Aufklärung über nukleare Gefahren, der Abschaffung der Atomwaffen und dem Ausstieg aus der Atomtechnologie. 1985 wurde dem IPPNW für seine Arbeit der Friedensnobelpreis zugesprochen. Was hat sich im Laufe der Jahrzehnte geändert und worauf liegt heute der Fokus zivilgesellschaftlichen Engagements gegen die atomare Bedrohung?

 

Der Physiker Hans-Peter Dürr hat die Arbeit der IPPNW seit ihrer Gründung aktiv begleitet. Er war Mitglied im wissenschaftlichen Beirat und hat die IPPNW-Kongressreihen „Kultur des Friedens“ und „Zeitbombe Atomenergie“ mitgeprägt. Die IPPNW ihrerseits gehörte zu den frühen Unterstützern des Global Challenges Network (GCN).

 

Der Referent des Abends, Frank Uhe, ist Sozialwissenschaftler und seit über 35 Jahren in der Friedens- und Menschenrechtsarbeit aktiv. Bis zu seinem Ausschieden im April 2016 war er Geschäftsstellenleiter der Deutschen Sektion der IPPNW in Berlin. – Die Veranstaltung soll Gesprächsraum für ein Nach- und Weiterdenken geben – ganz im Sinne des großen Erbes, das uns Hans-Peter Dürr als einer der wichtigsten Vordenker der Friedensbewegung hinterlassen hat.

 

 

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13. Juni 2016

 

Vortrag: "Freiheit zu fühlen – Eine neue Aufklärung als Kultur der Lebendigkeit"

 

Vortrag mit Dr. Andreas Weber im münchner zukunftssalon. Eine Kooperationsveranstaltung mit der Stiftung CoCreatio und der Kairos-Stiftung

 

„Wir haben vergessen, was es heißt, am Leben zu sein.“ – So die These, die der Biologe und Philosoph Andreas Weber in seinem Vortag und dem anschließenden Gespräch erläutert hat. Der Grund für diese Selbstvergessenheit und Selbstleugnung des Menschen: Wir halten, so Weber, die Wirklichkeit für etwas anderes, als sie ist. Wir halten sie für tot, nach mechanischer Rationalität behandelbar. Aber sie ist leben­dig, ein sich ständig wandelnder Prozess schöpferischer Beziehungen. Wir verleugnen diese kreativen, poeti­schen und nach Ausdruck strebenden Prozesse, aus denen die Welt, die Biosphäre und unsere eigene Iden­tität hervorgehen.

 

Bezeichnenderweise hat weder das Projekt der Aufklärung (»Enlightment«) noch das seiner Kritiker Verwen­dung für so etwas wie Leben, Empfindung, Erfahrung, Subjektivität, Imagination und Poesie. All das wird in die Privatsphäre des persönlichen Konsums verbannt. Kein Wunder, dass im so geschaffenen Sinnvakuum die Ökonomisierung mit ihrem Wachstumsdogma triumphiert.

 

Im Rückgriff auf Ergebnisse der modernen Biologie und Naturphilosophie unternimmt Andreas Weber den Versuch, das Zusammenspiel von Natur, Mensch und Ökonomie neu zu bestimmen. Er bezeichnet seinen Standpunkt als »Enlivenment« (Verlebendigung) und plädiert dafür, »Leben« und »Lebendigkeit« wieder zu fundamentalen Kategorien des Verstehens und Handelns zu machen – auch des politischen Handelns.

 

Andreas Weber ist Biologe und promovierter Philosoph. Er lebt als Schriftsteller, Journalist, Dozent und Politikberater in Berlin und Italien. Bekannt wurde er durch sein 2007 erschienenes Buch »Alles fühlt«, das in mehreren Sprachen erschienen ist, zuletzt im Februar 2016 als »The Biology of Wonder« in einer aktualisierten Neu­fassung auf Englisch. Jüngst erschien bei Matthes & Seitz »Enlivenment. Eine Kultur des Lebens. Versuch einer Poetik für das Anthropozän«.

 

 

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13. Mai 2016

 

Podiumsdiskussion "Next Exit Kohle – Von lokalen Bürgerbegehren bis zum nationalen Ausstiegsplan

 

Kooperationsveranstaltung mit dem Netzwerk Klimaherbst e.V., dem oekom e.V. sowie der Stiftung Bayerisches Amerikahaus im Münchner Akerikahaus

 

Der Atomausstieg war ein hartes Stück Arbeit. Aber er beweist auch, dass etwas geändert werden kann, wenn sich genügend Menschen engagieren. In Bürgerinitiativen, in Parteien, in NGOs und anderswo. Angesichts des Klimawandels müssen wir allerdings - „Next Exit“ -  auch „raus aus der Kohle“. Auf Bundesebene gibt es bereits Konzepte für einen Kohleausstieg, beispielsweise den „Kohlekonsens 2040“ der Berliner Denkfabrik „Agora Energiewende“. De facto erlebt die Kohle jedoch in Deutschland und weltweit eine Renaissance.

 

Auch lokales Handeln ist gefragt. Für München stellt sich da gerade die Frage: Sind unsere Stadtwerke vorbildliche Energie-Pioniere oder die größten Klimasünder? Auf der einen Seite investieren die Stadtwerke europaweit in regenerative Erzeugungsanlagen und sorgen schon seit den 60er Jahren mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung für eine effiziente Energienutzung. Zum anderen wird im Münchner Norden das größte Kraftwerk ausgerechnet mit dem Klimakiller Kohle betrieben.

 

Ein breites Bündnis will mit einem Bürgerbegehren den Ausstieg aus der Kohle deutlich beschleunigen. Spätestens 2022, so die zentrale Forderung, solle Schluss sein mit der Steinkohle in München. Die Stadtwerke hingegen halten es klimapolitisch für unsinnig, ausgerechnet eine Anlage stillzulegen, die deutlich weniger CO2 erzeuge als andere Anlagen. Außerdem erleichterten gerade die Gewinne aus der Kohleverstromung den Umstieg auf regenerative Energien.

 

Referenten und Diskussionsteilnehmer waren:

  • Thomas Prudlo, Stadtvorstand ödp München, Bürgerbegehren "Raus aus der Steinkohle"
  • Philipp Litz, agora energiewende, Referent für Klimaschutz
  • Stephan Schwarz, Stadtwerke München, Geschäftsführer Versorgung und Technik

 

 

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29. November 2015

 

Protestkundgebung: "Global Climate March"

 

Demonstration und Informationsveranstaltung in München im Vorfeld der Pariser Klimaschutzkonferenz (Förderzeitraum: 2015)

 

 

Einen Tag vor dem Beginn der Weltklimakonferenz in Paris (COP21) fand in der Münchner Innenstadt eine Großdemonstration gegen den Klimawandel statt. Die Bürgerinitiative Fossil Free München und andere Klima- und Umweltorganisationen riefen alle Menschen in und um die bayerische Landeshauptstadt dazu auf, im Vorfeld des Weltklimagipfels für intensiveren Klimaschutz zu demonstrieren. Zentrale Forderung der Veranstaltung: Die Stadt München und ihre Hochschulen sollen der fossilen Industrie alle Geldanlagen entziehen und diese in nachhaltige Projekte reinvestieren. Nie zuvor sind so viele Menschen in München für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.

 

Mehr Infos: Fossil Free München

 

 

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10. November 2015

 

Vortrag und Konzert: "Buen vivir – das Recht auf ein gutes Leben"

 

Eine Begegnung mit Alberto Acosta und Grupo Sal in der Münchner orange bar (Förderzeitraum: 2015)

 

Das indigene Konzept „Buen Vivir“ (Gutes Leben) propagiert – neben einem Leben im Einklang mit der Natur – eine neue „Ethik der Entwicklung“, ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine tiefgreifende Veränderung im Lebens- und Politikstil.

 

Der Ecuadorianer Alberto Acosta gehört heute zu den führenden Intellektuellen Lateinamerikas und ist der bedeutendste Verfechter des Konzepts „Buen Vivir“, das zahlreiche Anknüpfungspunkte zur aktuellen Wachstumsdiskussion bei uns aufweist.

 

„Gutes Leben“ hat immer auch etwas mit Kultur zu tun. In diesem Sinne sollte die Veranstaltung mit dem Auftritt der lateinamerikanischen Kultband Grupo Sal der politischen Debatte eine sinnliche und künstlerische Dimension verleihen.

 

 

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28. Oktober 2015

 

Haben wir es nicht gewusst?

Mediale Berichterstattung & kollektive Ignoranz

 

Vortrag und Diskussion mit Dr. Frit Vorholz und Dr. Wolfgang Zängl.  Eine Kooperationsveranstaltung mit Global Challenges Network (GCN) e.V. im Rahmen des 9. Münchner Klimaherbstes (Förderzeitraum: 2015)

 

Referiert und diskutiert wurden bei der Abendveranstaltung in der orange bar zwei Thesen von Dr. Fritz Vorholz (Die ZEIT) und Dr. Wolfgang Zängl (Gesellschaft für ökologische Forschung):

 

1. „Die Herausforderung des Klimawandels wird drängender. Lösungen sind nur zu erwarten, sofern die ‚Wende‘ ein Gemeinschaftswerk wird, die Zahl der Akteure zunimmt. Kommunikation verbindet Akteure. Doch das Interesse der Massenmedien nimmt dramatisch ab.“ (fv)

2. „Das gegenwärtige Industriesystem ruiniert mit unerreichter Effizienz und Geschwindigkeit den Lebensraum. Hat das System des Homo industrialis so wenig verstanden oder stellt es sich nur dumm? Und was berichten die Medien über den Zustand des Blauen Planeten?“ (wz)

 

Vortrag Vorholz

Vortrag Zängl

 

 

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20. Oktober 2015

 

"Ihr verhandelt schon mein ganzes Leben lang"

Junge Erwachsene im Gespräch mit Experten

 

Eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen des 9. Münchner Klimaherbstes (Förderzeitraum: 2015)

 

Wer heute 23 Jahre alt ist, käme – würde er bilanzieren – auf eine stattliche Zahl: seit der Verabschiedung der Klimakonvention in Rio 1992 haben über 90 offizielle Verhandlungssitzungen stattgefunden, Mega-Konferenzen in Bali, Kopenhagen, Cancun, Doha, Lima und Paris. Viele junge Erwachsene sehen außer Absichtserklärungen keine Fortschritte beim Klimaschutz.

 

Was löst das bei ihnen aus? Wut, Resignation, Angst? Rückzug ins Provate? Lohnt es sich für sie, für "eine bessere Welt" zu kämpfen? – Bei der Veranstaltung diskutierten 18- bis 23-jährige mit einem Klimaforscher, einer Politikerin udn einem Philosophen. Gesprächsteilnehmer waren:

  • Prof. Dr. Gerhard Berz, ehemaliger Leiter GeoRisikoforschung Munich Re
  • Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Ordinarius für Philosophie und Politische Theorie an der LMU München
  • Katharina Schulze, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen.

Moderation: Achim Bogdahn (BR "Zündfunk")

 

 

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12. Oktober 2015

 

"Politik. Macht. Klima – und wir?

Klima und Städte im Wandel"

 

Auftaktveranstaltung des 9. Münchner Klimaherbst im Alten Rathaussaal mit Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber et al. (Förderzeitraum: 2015)

 

Zum Auftakt des 9. Münchner Klimaherbstes und in Vorfeld des Weltklimakonferenz in Paris (COP21) gab Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenabschätzung einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Klimawandel. Er spannte den Bogen von den physikalischen Grundlagen über die bereits beobachtbaren sowie zu erwartenden Folgen des Klimawandels.

 

Städte, insbesondere an Küsten, sind gegenüber den Folgen des Klimawandels in besonderem Maße exponiert: Schon heute lebt bereits knapp über die Hälfte der Erdbevölkerung in urbanen Agglomerationen, bis 2050 werden es voraussichtlich zwei Drittel sein. Nicht nur der prognostizierte Meeresspiegelanstieg bedroht weltweit die Küstenballungsräume, auch Hitzewellen machen Metropolen zu "Hot Spots" des Klimawandels. Da Städte aber auch zu den weltweit größten Energiekonsumenten und Emissionserzeugern zählen, sind sie bei der Gestaltung des Übergangs hin zu einer klimaverträglichen Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Wie Städte einen entscheidenden Beitrag zu diesem Transformationsprozess leisten können, diskutierte Prof. Schellnhuber im Rahmen seines Vortrags.

 

fileadmin/Daten-Selbach/Allgemein/HJS_2015_10_13_ViessmannEnergieforum_kurz.pdf

Präsentation Schellnhuber

Video Auftaktveranstaltung

"Letzte Ausfahrt Selbstverbrennung" - Veranstaltungsbericht von Wolfgang Goede

 

 

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9. und 10. Oktober 2015

 

5. Schumacher-Symposium: "Carl Amery – Vorläufer von Laudato si 'Bescheidenheit aus Verantwortung für die Schöpfung'"

 

Symposium der E.F. Schumacher-Gesellschaft mit einer Würdigung von Carl Amery´s Politischer Ökologie anlässlich seines 10. Todestages (Förderzeitraum: 2015)

 

"Der totale Erfolg des Menschen ist die totale Krise für die Schöpfung." So formulierte 1972 Carl Amery seine Analyse der Ursachen der Umweltzerstörungen, die er zeitgleich mit dem Bericht des Club of Rome über die "Grenzen des Wachstums" veröffentlichte. Der Münchener Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Historiker fand damit zu seinem zentralen Lebensthema und wurde einer der bedeutenden Vordenker einer ökologisch-politischen Wende in der BRD.


Die E.F.Schumacher-Gesellschaft für politische Ökologie e.V. in München wurde von ihm mitinitiiert und er blieb bis 1995 deren Vorstandsvorsitzender. Als er im April 2005 im Alter von 83 Jahren starb, verlor Deutschland, München und die ökologische Bewegung einen markanten Analytiker, Mahner und engagierten Humanisten.


Am 9. und 10. Oktober 2015 veranstaltete die E.F.Schumacher-Gesellschaft ein Symposium zu Ehren von Carl Amery in der Seidlvilla in München-Schwabing, um seine polit-ökologischen Analysen und seine Schlussfolgerungen für eine Postwachstumsökonomie erneut in die öffentliche Debatte zu bringen.

 

Programm (Flyer)

 

 

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9. bis 14. August 2015

 

"Degrowth konkret: Klimagerechtigkeit"

 

Sommerschule des Konzeptwerks Neue Ökonomie e.V. im rheinischen Braunkohlerevier (Förderzeitraum: 2015)

 

Ziel der Sommerschule war es, mit den Schwerpunktthema "Klimagerechtigkeit" die Notwendigkeit eines umfassenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels unserer energie- und ressourcenintensiven Lebensweise sichtbar zu machen und konkrete Lösungen und Alternativen zu diskutieren. Dadurch wurden die Erkenntnisse der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig in Bezug auf eine der größten Herausforderung unserer Zeit vertieft und konkretisiert.

 

Die Sommerschule fand im Rheinland, der größten CO2-Quelle Europas, in Kooperation mit dem dortigen Klimacamp statt. So konnte die Diskussionen um Klimagerechtigkeit und Postwachstum verknüpft und an einen zentralen Ort der aktuellen energiepolitischen Auseinandersetzungen getragen werden. Über 500 Menschen aus über 25 Ländern nahmen an der Sommerschule teil.

 

Programmheft (40 Seiten): hier

Dokumentation (Videos etc.): hier

 

 

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26. bis 28. Juni 2015

 

Loslassen – Über die Kunst des Aufhören

Zeitakademie des Tutzinger Projekts "Ökologie der Zeit"

 

Gemeinsame Tagung mit der Ev. Akademie Tutzing (Förderzeitraum: 2014/15)

 

Nicht nur jedem Anfang, auch jedem Ende kann ein Zauber innewohnen. Es kann gut tun, etwas zu einem guten Ende zu bringen. Freimachen, auf Altem aufbauend sich Neuem zuzuwenden. Es kann aber auch schwer fallen, loszulassen, Abschied zu nehmen, Vergänglichkeit anzunehmen.

 

Dies gilt individuell, dies gilt gesellschaftlich, dies gilt im Umgang mit der Natur. Was können wir für einen rechten Umgang mit der Zeit lernen, wenn wir Kreisläufe der Natur beachten? Wie können wir lernen, von der Vorstellung einer vollständigen Kontrolle der Natur Abschied zu nehmen, loszulassen, der natürlichen Dynamik der Natur ihren Lauf lassen, Verwildern zulassen? Wie können wir angesichts der Klimakatastrophen, Ängste um abnehmende Ressourcen und Konflikten Gelassenheit entwickeln und zugleich aktiv in Richtung Nachhaltigkeit sein? Was können wir aus einer zeitökologischen Perspektive lernen für die Kunst des Aufhörens im Konsum, Arbeitsbereich, den Übergängen des Lebens und bei Krankheiten, Sterben und Trauer? Wie können gelungene Rituale zu Abschlüssen ausschauen? – Die Tagung ist zugleich die Abschlussveranstaltung des seit 1993 laufenden Tutzinger Projekts "Ökologie der Zeit" gewesen.

 

Tagungsprogramm

Kontakt: Dr. Martin Held (Ev. Akademie Tutzing)

 

 

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22. Juni 2015

 

"Die Gewissheit des Unbegreiflichen" (Hans-Peter Dürr Lecture)

 

Kooperationsveranstaltung mit Global Challenges Network (GCN) e.V. anlässlich des 1. Todestages von Prof. Dr. Hans-Peter Dürr (Förderzeitraum: 2015)

 

Der Autor, Journalist und Regisseur Claus Biegert hat zum ersten Todestag des Physikers und Querdenkers Hans-Peter Dürr am 18. Mai 2015 im Bayerischen Rundfunk eine eindrückliche Radiosendung produziert (Link siehe unten). Parallel entstanden bei den Interviews Filmaufnahmen mit Wegbegleitern von Hans Peter Dürr, die für ein späteres Filmporträt über den Träger des Alternativen Nobelpreises vorgesehen sind.

 

Claus Biegert berichtete an dem Abend über seine journalistische Arbeit zu Hans-Peter Dürr  und von den zahlreichen Begegnungen mit ihm als einem der wichtigsten Vordenker und Impulsgeber der weltweiten Ökologie- und Friedensbewegung. In seinem Werkstattbericht wurden auch historische Filmaufnahmen gezeigt wie etwa ein längeres Streitgespräch, das Hans-Peter Dürr vor 30 Jahren mit Edward Teller, dem „Vater der Wasserstoffbombe“, im Fernsehen geführt hatte.

 

Radiofeature von Claus Biegert über Hans-Peter Dürr: hier

 

 

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25. bis 30. März 2015

 

EGEA-Kongress: "Green City – Sustainable | Urban | Development"

 

Kongress der European Geography Association for Students and Young Geographers (EGEA) in Marburg (Förderzeitraum: 2015)

 

EGEA ist ein europaweites Netzwerk für Studierende der Geographie und junge Geographen. Das Ziel dieser Organisation mit Hauptsitz in Utrecht (NL) ist der internationale und kulturelle Austausch zwischen Studierenden und jungen Akademikern sowie die Förderung der Wissenschaft und Forschung in den Bereichen Geographie, Geologie und verwandten Wissenschaften.

 

Im März 2015 richtete die regionale EGEA-Gruppe in Marburg den Kongress "Green City" aus. Mit dem Schwerpunkt auf urbane Räume wurde die ökologische, ökonomische und soziale Dimension von Nachhaltigkeit in Vorträgen, Workshops und Exkursionen thematisiert . Zudem sollte der Kongress so nachhaltig wie möglich organsiert werden. – Im Rahmen ihres Programmschwerpunkts zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Nachhaltigskeitsforschung förderte die Selbach-Umwelt-Stiftung die Vorbereitung und Durchführung des Kongresses.

 

Nähere Infos (zu Kongress und Programm)

Kontakt: Daniel Feldt (EGEA Marburg)

 

 

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2015 ganzjährig

 

Vorträge: "Ökologische Ernährung"

 

Vortragsreihe der Umwelt-Akademie e.V. (Förderzeitraum: 2015)

 

Ernährung sollte gesund und umweltverträglich sein. Doch "ethisches Handeln" gerät in der Ernährungsiundustrie immer mehr unter ökonomischen Druck. Ist vor diesem Hintergrund "ökologisch vernünftiger Konsum" für die Verbraucher/innen noch möglich? Woran müssten sie sich dabei orientieren? – In der Veranstaltungsreihe der Umwelt-Akademie wurde in Vorträgen, Exkursionen und Round-Table-Gesprächen über die derzeitigen Prduktionsbedingungen von Nahrungsmitteln informiert und die Verbraucherschaft zum ökologischen Konsum motiviert.

 

Nähere Infos (Veranstaltungskalender)

Kontakt: Dr. Andrea Hübner (Die Umwelt-Akademie e.V.)

 

 

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2014 ganzjährig

 

Vorträge: "Biodiversität"

 

Vortragsreihe der Umwelt-Akademie e.V. (Förderzeitraum: 2014)

 

Ab 2010 ist die Dekade der Vereinten Nationen zur "Biodiversität" ausgerufen. In diesem Zusammenhang führt die Umwelt-Akademie in München seit 2013 regelmäßige Veranstaltungen durch. 2013 lag der Schwerpunkt auf dem Thema "Gewässernutzung ohne Gewässerschutz?" (ebenfalls von der Selbach-Umwelt-Stiftung gefördert). "Naturnutzung und Naturverbrauch" standen 2014 im Zentrum der Veranstaltungsreihe.

 

Nähere Infos (Veranstaltungskalender)

Kontakt: Dr. Andrea Hübner (Die Umwelt-Akademie e.V.)

 

 

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2. bis 6. September 2014

 

Tagung: "degrowth-conference Leipzig 2014"

 

Tagungszuschuss und Übernahme der Klimakompensation für Referierende auf der Internationalen Degrowth-Konferenz in Leipzig (Förderzeitraum: 2014)

 

Die "Vierte Internationale Degrowth-Konferenz für Ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit" wurde vom 2. bis 6. September 2014 in Leipzig veranstaltet. Die Konferenz hat in den vergangenen Jahren in Paris (2008), Barcelona (2010) und Venedig (2012) stattgefunden. Ziel der Konferenzen ist es, Brücken zwischen den unterschiedlichen nationalen und internationalen Gruppen und Diskursen zu bauen, die in ihrem Anliegen über das herrschende Wachstumsparadigma hinausweisen. Dabei sollte sowohl die zivilgesellschaftliche Bewegung gestärkt als auch die wissenschaftliche Analyse vertieft werden.

 

Auf der Degrowth-Konferenz standen konkrete Schritte für eine Gesellschaft jenseits von wirtschaftlichem Wachstumszwang im Mittelpunkt. Die Konferenz bot den fast 3.000 Teilnehme/innen aus dem In- und Ausland einen Raum für wissenschaftliche Debatten, den Austausch zwischen Aktivist/innen und wirtschaftlichen Pionier/innen sowie künstlerische Ansätze zum Thema. Es wurden aktuelle Forschungsergebnisse sowie konkrete Projekte und Politikvorschläge vorgestellt, ausprobiert und diskutiert.

 

Im Rahmen der Konferenz wurd auch der  Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie 2014 vergeben, an dem sich die Selbach-Umwelt-Stiftung seit Jahren beteiligt.

Die Stiftung gab einen Zuschuss für die Durchführung der Konferenz und übernimmt zudem anteilig die Klimakompensation für die Referierenden.

 

Konferenzwebsite

Videodokumentation (Übersichtsseite)

 

 

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6. Juli 2014

 

"Grenzgänger" – Ein Filmporträt über Hans-Peter Dürr von Bertram Verhaag

 

Filmabend und zugleich Eröffnungsveranstaltung der Hans-Peter Dürr-Lectures der Selbach-Umwelt-Stiftung in Kooperation mit Global Challenges Network e.V. (GCN) (Förderzeitraum: seit 2014)

 

Die persönliche und wissenschaftliche Biographie des Quantenphysikers Hans-Peter Dürr ist Thema eines Filmporträts gewesen, das der Münchner Filmemacher Bertrams Verhaag 1997 erstellt hat: eines der eindrucksvollsten Filmdokumente über den am 18. Mai 2014 verstorbenen Vordenker und Inspirator der internationalen Friedens- und Umweltbewegung. Viele Monate der Begleitung waren vorangegangen zu Veranstaltungen und Gesprächen überall auf der Welt.

 

Der Filmabend bildete den Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe der Selbach-Umwelt-Stiftung, die sie ihrem langjährigen Kurator Prof. Dr. Hans-Peter Dürr widmet. Die Hans-Peter Dürr-Lectures werden in Kooperation mit dem von ihm gegründeten Verein Global Challenges Network (GCN) durchgeführt. Geplant ist mindestens eine Veranstaltung pro Jahr, die dem ökologischen, sozialen und wissenschaftlichen Anliegen Hans-Peter Dürr gewidmet sind.

 

Kontakt: Frauke Liesenborghs (Global Challenges Network e.V. – GCN)

 

 

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4. bis 7. Dezember 2013

 

4. Münchner Hochschultage: "Ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit"

 

Förderung einer studentischen Initiative (Förderzeitraum: 2013)

 

Erstmalig konnten die Hochschultage in Kooperation zwischen den drei großen Münchner Hochschulen (LMU, TU und HM) durchgeführt werden. Die Organisation übernahmen Studierende der Hochschulen in Zusammenarbeit mit dem "Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft". Ein Höhepunkt der Veranstaltung war eine Matinee zum Thema "Grünes Wachstum vs. Suffizienz" mit Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, und Prof. Dr. Meinhard Miegel, Vorstand der Stiftung "Denkwerk Zukunft".

 

 

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15. Oktober 2013

 

Vortrag Ulrich Grober: "Vom Wandern – Neue Wege zu einer alten Kunst"

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des Münchner Klimaherbst 2013 (Förderzeitraum: 2013)

 

Wandern im 21. Jahrhundert? Wie bitte? Unsere Art, unterwegs zu sein, geht in eine andere Richtung: Man lebt temporeich, motorisiert mobil und fast grenzenlos. Aber die Sehnsucht nach Entschleunigung und mehr Konzentration wächst mit. Einfach verschwinden. Losgehen. Vier bis fünf Kilometer in der Stunde zu Fuß zurücklegen. Mal weniger, mal mehr, je nach Gelände und Witterung. Vom Weg abweichen. Im Weglosen enden. Wer wandert sucht die Exotik der Nähe - und findet sich selbst. Wandern im 21. Jahrhundert? Ja bitte!

 

Veranstaltungsort: münchner zukunftssalon (Waltherstr. 29, Rgb. 80337 München)

 

 

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1. Oktober 2013

 

Vortragsabend: "Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist im Entstehen ..."

 

Eine Veranstaltung anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Selbach-Umwelt-Stiftung

 

Vor zehn Jahren, am 10. Juli 2003, wurde die Selbach-Umwelt-Stiftung gegründet. Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die Förderung des Umwelt- und Natur-schutzes sind zentrale Anliegen der Stiftungsarbeit. Der zehnjährige „Geburtstag" der Stiftung war Anlass, gemeinsam mit dem Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Markus Vogt über die ideellen Grundlagen der eigenen Bildungsanliegens nachzudenken sowie Eindrücke aus einer kleinen Auswahl geförderter Projekte zu sammeln.

 

Programm:

Prof. Dr. Markus Vogt, Lehrstuhl für Christliche Sozialethik an der LMU München

„Aktive Ideen" – Zum philosophischen Kern der Bildung für nachhaltige Entwicklung (Download)

 

Aus der Projektarbeit:

  • Dr. Christian Suchomel, Ökologisches Bildungszentrum München
  • Barbara Wolter, Münchner Stiftungsinitiative Urbanes Gärtnern
  • Axel Schreiner, Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil
  • Christian Rauschenfels, Aktivhof Schlehdorf und Netzwerk LebensLernOrte

Musikalische Interventionen von Dr. Walter Siegfried

 

Veranstaltungsort: münchner zukunftssalon (Waltherstr. 29, Rgb. 80337 München)

 

 

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20./21. September 2013

 

3. Schumacher-Symposium "Das menschliche Maß. Ernst Friedrich Schumacher – Vordenker der Wendezeit"

 

Veranstaltung der E.F. Schumacher-Gesellschaft für Politische Ökologie e.V. in München (Förderzeitraum: 2013)

 

 

Aus Anlass der Neuauflage des Öko-Klassikers "Small is Beautiful" hat die E.F. Schumacher-Gesellschaft zu ihrem 3. Symposium nach München eingeladen. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Niko Paech zum Thema "Vom menschlichen Maß zur Wirtschaft ohne Wachstum". Am zweiten Tag berichteten verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen aus Deutschland und Großbritannien über ihre Aktivitäten im Sinne von E.F. Schumacher. Dabei ging es u.a. darum, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Gemeinwohl- und Postwachstumsökonomie herauszuarbeiten. Das Symposion war mit bis zu 130 Gästen sehr gut besucht.

 

Programm

 

 

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21. Juni 2013

 

Rethink Mobility and Energy (Nacht der Nachhaltigkeit)

 

Förderung des Rachel Carson Center für die Durchführung einer "Nacht der Nachhaltigkeit", präsentiert von den Münchner Hochschulen (Förderzeitraum: 2013)

 

Wie kann Mobilität nachhaltig gestaltet werden? Dieser und anderen Fragen wurden bei der ersten "Nacht der Nachhaltigkeit" nachgegangen, welche gemeinsam von 15 Münchner Hochschulen veranstaltet wurde. Die Veranstaltung war Teil der seit dem Wintersemester 2011 stattfindenden Vorlesungsreihe „Leitbild Nachhaltigkeit: Hoffnung - Handlung - Wandlung", organisiert vom Rachel-Carson-Center, BenE München und dem Verein für Nachhaltigkeit. An drei Standorten - der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU), der Technischen Universität (TUM) und der Hochschule München (HM) - fanden Vorträge, Diskussionen, Workshops und Konzerte rund um das Thema Mobilität statt.

 

Mobilität war auch aktiver Teil des Veranstaltungsprogramms und so zogen die Teilnehmer nach den Inputs in einem Demonstrationszug von einem Standort zum nächsten und brachten so die Bedeutung von einem Umdenken bezüglich der Mobilität vom Hörsaal auf die Straße. Der gemeinsame Fußmarsch unterstützte auch die Tempo 30 Initiative, die 30 Stundenkilometer als Regelgeschwindigkeit in europäischen Städten etablieren möchte.

 

Eine kleine Rückschau auf die Nacht der Nachhaltigkeit findet sich hier sowie zusammengefasst als Video.

 

 

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24. Mai bis 17. Juni 2013

 

Aktionswochen "Ökonomie des Teilens"

 

Förderung von Aktionswochen zur Sharing Economy in Leipzig (Förderzeitraum: 2013)

 

Ob Carsharing, Gemeinschaftsgärten oder Tauschplattformen im Internet – die Ökonomie des Teilens und "Ko-Konsum" finden eine immer größere Verbreitung, vor allem in der jüngeren Bevölkerung. Teilen und Tauschen machen schließlch nicht nur Spaß, sondern bringen auch ökologsche und soziale Vorteile mit sich. Eine gemeinschaftliche Konsumkultur kann den Ressourcenverbrauch mindern, die Nutzungsdauer von Produkten erhöhen, Vertrauen und Teilhabe fördern sowie freien Zugang zu Wissen und Gütern ermöglichen. Ziel der Leipziger Aktionswochen zur "Ökonomie des Teilens" war es, möglichst viele Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und bereits bestehende Initiativen aufzuzeigen.

 

Programm

 

 

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19. bis 21. April 2013

 

Tagung: "Das Geschlecht der Zeit"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing im Rahmen des Tutzinger Projekts "Ökologie der Zeit" (öffentliche bundesweit ausgeschriebene Tagung) (Förderzeitraum: 2012/2013)

 

Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist eine der Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung. Bereits die Agenda 21, die im Rahmen der 1. Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 verabschiedet wurde, hebt den besonderen Beitrag von Frauen auf dem Weg in eine nachhaltige Gesellschaft hervor. Doch was auf programmatischer Ebene mittlerweile als selbstverständlich gilt, gestaltet sich im Prozess der gesellschaftlichen Umsetzung als schwierig. Noch immer ist Geschlechtergerechtigkeit nicht annähernd verwirklicht – weder in den Ländern des globalen Südens noch in den Industriestaaten.

 

Hier knüpfte die Zeitakademie im Rahmen des Tutzinger Projekts "Ökologie der Zeit" an. Zeitökologische Einsichten wurden für die Themen Nachhaltige Entwicklung und Vorsorgendes Wirtschaften im Blick auf Geschlechtergerechtigkeit fruchtbar gemacht.

 

Tagungsflyer

 

 

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Juli 2012 bis März 2013

 

Vortragsreihe: "Zeitwohlstand"

 

Eine Veranstaltungsreihe des Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. (Förderzeitraum: 2012/2013)

 

Welche Rolle spielt Zeit für unser Wohlbefinden und unseren Wohlstand? Was können wir in unserer Zeit- und Arbeitsorganisation ändern, um so zu leben und wirtschaften, sodass sich unsere Ressourcennutzung innerhalb der ökologischen Grenzen bewegt, das Wohlbefinden der Gesellschaft auf hohem Niveau bleibt und soziale Ungleichheit abgebaut wird?

 

Vier Veranstaltungen setzten sich mit gängigen und neuen Konzepten zu Umgang mit Zeit, unserer Definition von Wohlstand und Organisation von Arbeit auseinander:

 

20. Juli 2012

Dr. Friederike Habermann: "Zeitwohlstand. Die Freiheit so zu leben, wie wir es wollen"

Video

 

10. Oktober 2012

Prof. Dr. Frigga Haug: "Zeit, Wohlstand und Arbeit neu definieren"

Video

 

19. Januar 2013

Prof. Dr. Niko Paech: "Zeitknappheit, Konsum und Glück"

Video

 

6. März 2013

Prof. Dr. Hartmut Rosa: "Zeitwohlstand und Beschleunigung"

Video

 

Nähere Infos

 

 

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2013 ganzjährig

 

Vorträge: "Gewässernutzung versus Gewässerschutz?"

 

Vortragsreihe der Umwelt-Akademie e.V. (Förderzeitraum: 2013)

 

Im Rahmen der Energiewende will die Bayerische Staatsregierung auch die Wasserkraftnutzung weiter ausbauen. Dagegen opponieren die führenden Umweltverbände heftig. Energieerzeugung aus Wasser sei mit Ökologie letztlich nicht zu vereinen, "ökologische Wasserkraftnutzung" ein Widerspruch in sich. Um diesen Konflikt aufzulösen und das Pro und Contra fair abzuwägen, veranstaltete die Umwelt-Akademie folgende vier Vorträge und eine Exkursion:

  • 28. Februar 2013: "Renaturierung der Mittleren Isar" (Pro & Contra-Vortrag mit Diskussion)
  • 4. Mai 2013: "Fische und Vögel am Ammersee" (Exkursion)
  • 13. Juni 2013: "Zertifizierung von Fließgewässern – bürokratische Last oder ökologische Lust?" (Vortrag)
  • 23. Juli 2013: "Ist die Ammer noch zuretten?" (Pro & Contra-Vortrag mit Diskussion)
  • 7. November 2013: "Renaturierung oder Spaß-ifizierung der Münchner Isar?" (Podiumsdiskussion)

Nähere Infos

 

Kontakt: Dr. Andrea Hübner (Die Umwelt-Akademie e.V.)

 

 

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29./30. November 2012

 

Workshop: "Werte, Wohlstand, Wohlbefinden – (Wie) Wollen wir wachsen?

 

Eine studentische Veranstaltung von oikos Leipzig (Förderzeitraum: 2012)

 

Spätestens seit dem Bericht des Club of Rome (1972) wird verstärkt über die Grenzen des Wachstums diskutiert. Seitdem beschäftigen sich bedeutende Ökonomen, wie Robert M. Solow, Herman E. Daly und Kenneth E. Boulding mit der Frage, ob diese Grenzen des Wachstums existieren. Gründe für die Annahme von Wachstumsgrenzen ergeben sich durch

  • die Nicht-Erneuerbarkeit von Ressourcen wie Erdöl und Edelmetallen
  • eine Übernutzung erneuerbarer Ressourcen und
  • eine begrenzte Aufnahmefähigkeit von Abfallprodukten unserer Produktions- und Konsumptionsweise.

 

Sofern Grenzen für ein weiteres Wirtschaftswachstum bestehen und wir mit unserer jetzigen Lebensweise an diese Grenzen stoßen, ergeben sich entscheidende Wohlfahrtskonsequenzen. Daher ist nach alternativen Entwicklungspfaden zu suchen und eine mögliche Implementation dieser voranzutreiben.

 

Der Workshop bot eine Plattform zur Auseinandersetzung mit diesen Themen. Dazu wurden am ersten Tag nach einem allgemeinen Einstieg verschiedene Konzepte wie das in Rio+20 angepriesene Green Economy, die Idee einer Postwachstumsgesellschaft und Grundgedanken des Ökosozialismus diskutiert. Am zweiten Tag wurde die Praxistauglichkeit der Konzepte untersucht. Im Rahmen dessen stellten sich verschiedene Unternehmen und Initiativen vor und veranstalteten Workshops.

 

Nähere Infos und Dokumentation der Vorträge: hier

 

 

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28. bis 30. September 2012

 

Tagung: "Den Umbruch wagen – (Zivil)gesellschaftliche Akteure der Großen Transformation"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing (öffentliche bundesweit ausgeschriebene Tagung) (Förderzeitraum: 2012)

 

 

Wir leben in einer Zeit, in der bisherigen Wachstums- und Wohlstandmodelle brüchig werden. Zentrale Ressourcen wie das Öl werden knapp und teuer, der Klimawandel ist ungebremst und zeigt weltweit erste Auswirkungen, ganze Staaten geraten in den Strudel der Überschuldung. Das Ende des bisherigen nichtnachhaltigen, fossil geprägten Entwicklungspfads ist absehbar und unausweichlich.

 

Was wir in diesen Zeiten des Umbruchs brauchen ist eine „Große Transformation“: ein für politische, ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Systeme verträglicher Übergang zu nachhaltigerem Leben und Wirtschaften. Diese Transformation kommt nicht von selbst, sie braucht Akteure, die mutig und zukunftsfroh das Leben in unserer Gesellschaft nachhaltig gestalten: beruhend auf der Einsicht in’s Unvermeidliche, aber auch auch auf der bewussten Entscheidung zu verantwortlichem Handeln. Dieser Aufbruch und die Wege, auf denen diese Große Transformation Gestalt annimmt, sind so vielfältig wie die Menschen, die sich auf den Weg machen. Umso mehr gilt es, voneinander zu lernen, sich über die Richtung und das Tempo des Unterwegseins zu verständigen – und: sich gegenseitig zu ermutigen.

 

Veranstaltungsort: Evangelische Akademie Tutzing

 

Programm

 

 

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21./22. September 2012

 

"Auf der Suche nach der guten Arbeit!" – Alternativen für Wirtschaft und Leben

 

Zweites E.F. Schumacher-Symposium der E.F. Schumacher-Gesellschaft für Politische Ökologie e.V. in München (Förderzeitraum: 2012)

 

Das 2. Symposium zu Ehren von E.F. Schumacher begann mit einem Abendvortrag von Prof. Dr. Marianne Gronemeyer über die "Suche nach der guten Arbeit". Gute Arbeit bedeutet für die Sozialwissenschaftlerin und bekannte Zeitforscherin: "Freudiger Gebrauch von Fähigkeiten für sinnvolle Zwecke und menschliches Wachstum, für ein gutes Leben in besonnener Fülle". Am Folgetag wurde das Gehörte in verschiedenen Vorträgen und Foren vertieft. Dabei ging es u.a. um das Konzept einer subsidiären Versorgungsökonomie sowie um "Demokratie, Selbstbegrenzung und Klimawandel".

 

Programmflyer

Kontakt: Lex Janssen (E.F. Schumacher-Gesellschaft e.V.)

 

 

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15. Dezember 2011 bis 19. April 2012

 

"Mutbürger für Energiewende!"

 

Veranstaltungsreihe der Umwelt-Akademie e.V. in Kooperation mit der Landeshauptstadt München (Förderzeitraum: 2012)

 

Mit ihrer Veranstaltungsreihe will die Umwelt-Akademie eine regionale Lern- und Partizipationsplattform zu Klimawandel und Energiewende aufbauen. Es geht um Fragen der Bürgerbeteiligung, aber auch des Bürgerprotestes bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort, um konkrete Geothermievorhaben, den Bau von Windrädern in Siedlungsnähe bzw. an ökologisch wertvollen Standorten oder von Photovoltaikanlagen und Solarparks in und im Umfeld Münchens. Dabei kommen jeweils Befürworter und Gegner gleichermaßen zu Wort.

  • 15. Dezember 2011: Eröffnungsveranstaltung
  • 19. Januar 2012: Energiewende in Deutschland
  • 8. März 2012: Erneuerbare Energien
  • 22. März 2012: Energetische Sanierung von Gebäuden: Notwendigkeit, Hemmnisse, Lösungen
  • 24. März 2012: Exkursion - Isar-Naturschutz und Wasserkraftwerk Mühltal
  • 19. April 2012: Energie in Bürgerhand

 

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen hier

 

 

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21. bis 23. Oktober 2011

 

Tagung: "Klima-Killer Kuh? Welternährung und Viehwirtschaft in Zeiten von Klimawandel und globaler Ressourcenkrise"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing (öffentliche bundesweit ausgeschriebene Tagung) (Förderzeitraum: 2011)

 

Fast jeder sechste Mensch hungert. Gleichwohl steigt weltweit der Konsum von Fleisch. Darunter leiden die Böden, das Wasser, die biologische Vielfalt – und das Klima. Wieviel Fleisch darf´s sein? Und wie sähe eine nachhaltige Viehwirtschaft aus in Zeiten von Klimawandel und Ressourcenkrise?

 

Veranstaltungsort: Evangelische Akademie Tutzing

Nähere Infos zu Programm: hier

 

 

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5. Oktober 2011

 

"Wie urban ist die Welt? Ein Gespräch"


Auftaktveranstaltung Münchner Klimaherbst 2011:  mit Prof. Dr. Arnim Nassehi (LMU München) und David Wegener (Architekt und Stadtplaner) (Förderzeitraum: 2011)

 

Die Gegenwart ist durch zunehmende Verstädterung und globale Verknüpfung gekennzeichnet. Die Entstehung von Megastädten ist eng verbunden mit der Integration der Städte in globale wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge. Dieser Prozess wird einerseits als Gefahr, andererseits aber auch als Potenzial für gesellschaftliche Entwicklungen wahrgenommen. Grundsätzlich stellt sich dabei die Frage der Planung und Steuerung der Urbanisierung in Bezug auf Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung: Können lebenswerte Städte überhaupt geplant werden? Oder werden diese nicht vielmehr von den Einwohnern selbst durch immer wieder neue Formen von Lokalität, Kooperation, wirtschaftlichen Beziehungen und Subkulturen hervorgebracht?

 

 

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30. September 2011

 

Gesprächsabend mit Annette Kaiser und Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck: "Ethische Ökonomie und Engagement für die Welt"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Stiftungsgemeinschaft anstiftung&ertomis und der Schweisfurth-Stiftung (Förderzeitraum: 2011)

 

Formen des Handelns und des Wirtschaftens zu entwickeln, die nicht auf Konkurrenz, Egoismus und Güterwachstum beruhen, sondern auf einem umsichtigen Umgang mit natürlichen und sozialen Ressourcen, ist ein Gebot der Stunde. Solange Unwissenheit, Gier und Aggression die Entscheidungen in Wirtschaft, Politik und im Lebensalltag dominieren, zerstören wir weiter systematisch unsere Lebensgrundlagen.

 

Können spirituelle Schulen dabei helfen, die notwendigen Bewusstwerdungsprozesse auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu befördern? Oder enden sie in der Sackgasse des „spirituellen Narzissmus“? Welche neuen und praktikablen Antworten haben Buddhismus und andere spirituelle Richtungen in der globalisierten Welt zu bieten?

 

Das Gespräch zwischen Annette Kaiser (Transkonfessionelle Spiritualität) und Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck (Buddhistische Ökonomie) moderierte der Kurator der Selbach-Umwelt-Stiftung Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald (Schweisfurth-Stiftung)

 

 

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16./17. September 2011

 

Small is beautiful

Rückkehr zum menschlichen Maß

 

Festakt und Symposium der E.F. Schumacher-Gesellschaft anlässlich des 100. Geburtstags von Ernst Friedrich Schumacher (Förderzeitraum: 2011)

 

Schumacher gilt als einer der Vordenker der heutigen Umweltbewegung. Zu seinem 100. Geburtstag fand ein mit über 300 Gästen sehr gut besuchtes Symposium in München statt. Unter den Referenten und Festrednern war neben Oberbürgermeister Christian Ude auch als Ehrengast der langjährige Leiter des Schumacher Collegs in Dartington (UK), Satish Kumar.

 

Festschrift (Download)

 

 

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4. Mai 2011

 

Podiumsdiskussion: Olympia 2018 – Glücksfall für München oder Desaster für Stadt und Umwelt?"

 

Öffentliche Veranstaltung von Radio Lora München (Förderzeitraum: 2011)

 

Im Vorfeld der Entscheidung über die Bewerbung München für die Olympischen Winterspiele 2018 fand im Gasteig eine mit über 100 Gästen gut besuchte Podiumsdiskussion mit Gegnern und Befürworten der Olympiabewerbung statt. Teilgenommen haben:

  • Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat
  • Jutta Koller, Stadträtin von Bündnis 90/Die Grünen
  • Andreas Keller, Mitinitiator des Garmischer Bürgerbegehrens gegen Olympia 2018
  • Christian Hierneis, Vorsitzender der Münchner Kreisgruppe des Bund Naturschutz

 

Mitschnitt der Sendung / Videodokumentation

 

 

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8. April 2011

 

Vortrag Christian Felber: "Die Gemeinwohl-Ökonomie. Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Stiftungsgemeinschaft anstiftung&ertomis im münchner zukunftssalon (Förderzeitraum: 2011)

 

Wie sähe eine Wirtschaft aus, die sich – wie es z.B. die Bayerische Verfassung in ihrem Art. 151 vorsieht – am Gemeinwohl orientiert und zu deren Wertebasis wir stehen können? Wie sähe eine Wirtschaft aus, bei der es nicht mehr vorrangig um die Vermehrung von Geld, sondern um Sinn und Beziehung geht?

 

Der österreichische Autor und politische Aktivist Christian Felber, Mitbegründer und Sprecher von Attac Österreich, hat gemeinsam mit verschiedenen Wirtschaftsunternehmen und Initiativen das Modell der „Gemeinwohl-Ökonomie“ entwickelt und umgesetzt. Er hat in seinem Vortrag die gedanklichen Grundzüge einer am gesellschaftlichen und ökologischen Gemeinwohl orientierten Ökonomie vorgestellt und über erste Erfahrungen mit diesem „Wirtschaftsmodell mit Zukunft“ berichtet.

 

Website Christian Felber

Das Buch zum Vortrag

Nähere Infos zur Gemeinwohl-Ökonomie hier

 

 

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18. bis 20. Februar 2011

 

Tagung: "befreien & befrieden. Erkundungen zu einer Psychologie der Nachhaltigkeit"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing, dem Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt und der Zeitschrift Psychologie heute (öffentliche bundesweit ausgeschriebene Tagung) (Förderzeitraum: 2011)

 

Wie wollen wir und unsere Kinder leben? Die aktuelle Lage wirft bei vielen Menschen grundlegende Fragen auf. Viele erleben die Wirtschaftskrise als Sinnkrise. Warum fällt der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit so schwer? Wovon würden wir uns befreien? Wie ließe sich Frieden schließen – mit uns, mit der äußeren Natur?

 

Veranstaltungsort: Evangelische Akademie Tutzing

 

Programm

 

 

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Oktober 2010 bis Januar 2011

 

Ringvorlesung "Energie, Umwelt und Wohlstand" an der Universität zu Köln

 

Studentenorganisation oikos Köln e.V. – students for sustainable economics and management (Förderzeitraum: 2011)

 

Im Wintersemester 2010/11 fand an der Universität zu Köln eine von Studierende organisierte Ringvorlesung „Energie, Umwelt und Wohlstand“ statt. An ihr beteiligten sich zwölf Referenten von sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen Institutionen. Die Vorlesungsreihe gliederte sich in drei Themenblöcke: Da der gesamte Wohlstand der Menschheit auf der Nutzung von Energie aufbaut, stand am Anfang der Ringvorlesung ein Überblick über die Nutzung von Energie. Welche Bedeutung kommt der Versorgung mit Energie zu? Welche Rohstoffe werden genutzt und wie lange stehen sie noch zur Verfügung? Im zweiten Teil wurden mögliche Lösungsansätze vorgestellt. Wie könnte die Nachfrage langfristig sinken? Wie könnten Energiequellen lokal und überregional effizienter genutzt werden? Der dritte Block umfasste die Kosten der zukünftigen Energieversorgung und zeigt die Bedeutung der Energie für das momentane Wohlstandsmodell. Trotz enormer Anstrengungen sind die Konsequenzen eines Umdenkens auf europäischer Ebene global wenig erfolgreich. Es stellt sich die Frage, ob eine ökologische Energieversorgung ein Luxusgut ist – und wie eine globale Strategie für die zukünftige Energieversorgung entwickelt werden könnte.

 

Referenten (u.a.): Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Prof. Dr. Meinhard Miegel, Dr. Joachim Spangenberg, Prof. Dr. Carl Christian von Weizsäcker, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker

 

Programm der Ringvorlesung

 

 

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8. Oktober 2010

 

Vortrag Dr. Oliver Stengel: „Mögen hätte ich schon wollen, aber dürfen hab’ ich mich nicht getraut“ (Karl Valentin) – Auf dem Weg zu suffizienteren Lebensstilen

 

Kooperationsveranstaltung mit der Stiftungsgemeinschaft anstiftung&ertomis (Förderzeitraum: 2010)

 

Eine „ökoeffiziente“ Technik allein wird es nicht richten. Ohne einen grundlegenden Lebensstilwandel mit deutlicher Verringerung des Güterkonsums wird es keine klimafreundliche, gerechte und nachhaltige Gesellschaft geben. Alles eine Frage der Selbstbegrenzung, Genügsamkeit und des „rechten Maßes“, sagen die einen. „Wünschenswert, aber völlig unrealistisch“ behaupten die Gegner dieser Suffizienzstrategie. Welche vermeintlichen wie realen Barrieren stehen ökologischen Lebensstilen im Weg, warum ändert sich so wenig im Verhalten der Menschen – und wie lässt sich dies ändern?

 

Thesenpapier

 

Der Referent, Dr. Oliver Stengel, erhielt 2010 für seine Dissertation zum Suffizienzthema den Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie. Nähere Infos hierzu finden Sie auf dieser Website hier.

 

 

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6. Oktober 2010

 

Klimawandel und Ökonomie: Ist weniger Mehrwert?

 

Auftaktveranstaltung zum 4. Münchner Klimaherbst (Förderzeitraum: 2010)

 

Vom 6. bis 21. Oktober 2010 fand der 4. „Münchner Klimaherbstes“ statt, der Werte- und Lebensstilfragen im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung behandelt hat. Im Fokus des Eröffnungsabends standen die vielfältigen Verbindungen zwischen Klimawandel und Ökonomie. Wie weit sind die Belastungsgrenzen beider Systeme überschritten? Welche gegenwärtigen ökonomischen Zwänge und Realitäten bedingen den Klimawandel? Wie finden klimarelevante Entscheidungen Eingang in ökonomische Bewertungen? Und wie kann es gelingen, das Wissen um den Klimawandel und seine Folgen in ein entsprechend verantwortungsbewusstes Alltagshandeln zu überführen? Die Auftaktveranstaltung versuchte, auf diese Fragen erste Antworten zu geben.

 

Panel I: Was und wie wird gerechnet?

  • Prof. Dr. Adelheid Biesecker, emeritierte Professorin für Wirtschaftswissenschaften. Sie hat an der Universität Bremen das Institut für Institutionelle Ökonomie und Sozial-Ökonomie mitgeleitet und gehörte der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ des Deutschen Bundestages an.
  • Prof. Dr. Dr. Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung der Munich Re. Sein Spezialgebiet ist Bioklimatologie, die Wissenschaft vom Einfluss des Wetters auf das Leben. Bereits 1973 veröffentlichte die Münchner Rück eine Studie, in der sie vor den Folgen eines möglichen Klimawandels warnte.

Moderation: Dr. Reinhard Wieczorek, ehem. Wirtschaftsreferent der Landeshauptstadt München

 

Panel II: Führt Wissen zu Handeln?

  • Prof. Dr. Ingo Pries, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit sind Wirtschafts- und Unernehmensethik, Globale Ordnungs- und Strukturpolitik (Global Governance) und bürgerschaftliches Engagement in und von Unternehmen (Corporate Citizenship).
  • Prof. Dr. Harald Welzer, Direktor am Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) und Autor der Bücher „Klimakriege“ und (gem. mit Claus Leggewie) „Das Ende der Welt, wie wir sie kannten“. Einer der wenigen Sozialwissenschaftler, die sich mit dem Klimawandel als kulturellem Phänomen beschäftigen.

Moderation: Dr. Manuel Schneider, Münchner Forum Nachhaltigkeit

 

 

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20./21. September 2010

 

"Findet Zukunft Stadt? – Alternative Nobelpreisträger zur Perspektive Münchens"

 

Workshop und öffentliche Abendveranstaltung (Förderzeitraum: 2010)

 

Städte sind in besonderem Maße für den Klimawandel verantwortlich: rund 80 Prozent aller Ressourcen werden in ihnen verbraucht, urbane Lebens- und Wirtschaftsstile sind die größten Triebfedern von Klimawandel und Energieverknappung („Peak Oil“). – Wie kann die Metropole München zur Lösung dieser Probleme beitragen? Wie kann es gelingen, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger in den Entwicklungsprozess zu einer lebenswerten und zukunftsfähigen Stadt eingebunden werden?

 

Im Vorfeld des 4. Münchner Klimaherbstes stellten am 21. September in den Räumen der Münchner Volkshochschule im Gasteig drei Alternative Nobelpreisträger ihre Ideen einer breiten Öffentlichkeit vor: John F. C. Turner (England), Pionier der weltweiten Siedlungspolitik; Hans-Peter Dürr, Physiker und Ehrenbürger Münchens und Francisco Whitaker Ferreira (Brasilien), Sozialaktivist und Gründer des Weltsozialforums. Am tag zuvor fand im Ökologischen Bildungszentrum ein interner Workshop mit Vertretern der Münchner Umweltgruppen statt.

 

 

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14. bis 19. September 2010

 

Jugendkonferenz anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Right Livelihood Foundation"

 

Youth Future Project e.V. (Förderzeitraum: 2010)

 

Die Right Livelihood Foundation vergibt seit nunmehr drei Jahrzehnten jedes Jahr den Alternativen Nobelpreis an Menschen, die Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit gefunden haben und an deren Umsetzung erfolgreich arbeiten: an Menschen und Gruppen, die Menschenrechte verteidigen, Armut bekämpfen, Konflikte friedlich lösen, religiöse Toleranz schaffen, Umwelt- und Natur schützen, alternative ökonomische Modelle entwickeln, Ressourcen bewahren, Abrüstung bewirken, Spiritualität und Ethik in Wirtschaft, Politik und Alltagsleben verankern ...

 

Im September 2010 fand in Bonn anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Preises eine internationale Konferenz in Bonn statt. Eine kleine Gruppe junger Erwachsener hat parallel zu dieser Konferenz ein Vernetzungstreffen für junge Menschen organisiert mit zahlreichen Workshops und Begegnungen mit Trägern des Alternativen Nobelpreises. An dieser fünftägigen Jugendkonferenz haben rund 100 Jugendliche und junge Erwachsene teilgenommen. Die Selbach-Umwelt-Stiftung hat – neben der Kofinanzierung der Konferenz selbst – die Kompensation der durch die Reisen der Teilnehmer entstandenen klimarelevanten Emissionen übernommen.

 

Kontakt und weitere Infos: Youth Future Project e.V.

 

 

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Juni bis Oktober 2010

 

Veranstaltungsreihe: "Auf der Suche nach der Ideallinie - Debatten zur Münchner Klimaschutz-Leitlinie"

 

Eine multimediale Veranstaltungsreihe im Rahmen des Münchner Klimaherbst (Förderzeitraum: 2010)

 

Wenn es um Klimaschutz geht, reden viele immer vom Versagen der Nationalstaaten. Aber der Kampf gegen den Klimawandel muss auch in den Städten geführt werden. Insbesondere die Metropolen der Industriestaaten – als Hauptverursacher der Klimaänderungen – stehen in der Pflicht. München kommt mit seinen finanzstarken Konsumenten, einem hohen Energieverbrauch und als Standort wichtiger Hightech-Konzerne eine besondere Verantwortung zu.

 

Die städtische Leitlinie Ökologie zum Klimaschutz wird Anfang 2011 dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Im Vorfeld lief 2010 die Öffentlichkeitsphase der Leitlinie Ökologie. Um die bereits angelaufenen Bemühungen der Stadt München zu unterstützen, rief der Münchner Klimaherbst alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an den Diskussionen zu beteiligen und Stellung zu beziehen. Die behandelten Themen sind: "Lebensstil und Essen", "Stadtplanung und Mobilität", "Landnutzung und Natur"," Bauen und Wohnen", "Umweltfreundluche Energieversorgung". Die Podiumsdiskussionen, die an markanten Orten in München wie dem Hofbräuhaus oder dem Jakobsplatz öffentlich stattfanden, wurden per Livestream ins Internet gestellt. Die Bürgerinnen und Bürger konnten so vor Ort mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft diskutieren, sich aber zugleich auch im Internet per Chat beteiligen.

 

klimaherbst.tv-Reihe zur Leitlinie Ökologie

 

 

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30./31. Oktober 2009

 

Kongress: "Vom Klimawandel zum Hunger und zur Kriegsgefahr? Merkmale einer globalen Krise und ihre Lösungswege"

 

Kongress des Instituts für Forschung und Bildung (IFB) Göttingen (Förderzeitraum: 2009)

 

Auf diesem öffentlichen Kongress wurden die Komplexität und der kausale Zusammenhang ökologischer, sozialer und friedenspolitischer Probleme im globalen Ausmaß verdeutlicht. Dabei sind das Ursache-, Bedingungs- und Wirkungsverhältnis dieser ansonsten zumeist getrennt voneinander behandelten Problem- und Lebensbereiche gemeinsam betrachtet worden. Diese Perspektive ermöglichten die Reflektion wichtiger Vorschläge zum Klimawandel und seiner Folgen.

 

Referenten: Gizaw Angulo Agillo (Äthiopien), Prof. Dr. Rolf Bertram (TU Braunschweig), Lara Josephine Buffaloboy (USA), Dr. Maria Kontos (Institut für Sozialforschung/Frankfurt a.M.), Prof. Dr. Mojib Latif (Universität Kiel), Jonas Norpoth (Univ. Göttingen), Prof. Dr. Jürgen Schneider (Universität Göttingen), Regina Mayer White-Plume (Nürnberg)

 

Veranstaltungsort Universität Göttingen (30.10.) und Neues Rathaus Göttingen (31.10.)

 

 

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15. Oktober 2009

 

Auftaktveranstaltung des "Münchner Klimaherbstes" 2009

 

Die Auftaktveranstaltung des 3. Münchner Klimaherbstes fand dort statt, wo Natur-wissenschaft anschaulich präsentiert wird – im Deutschen Museum. Sie eröffnete inhaltlich den großen Bogen in die sozialen und kulturellen Dimensionen, die mit dem Thema Klima verbunden sind.

  • Gibt es Lebensweisen, die dazu beitragen können, den globalen Klimawan-del zu mindern?
  • Welche Rolle spielen dabei Politik, Wissenschaft und Verbraucher?

 

Teil I: „Nachhaltige Politik statt strategischer Konsum? – Über die Macht und Ohn-macht der Verbraucher beim Klimaschutz“

 

Teil II: „Die Rolle der Wissenschaft im Klimaschutz“

 

Referenten: Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, Träger des Alternativen Nobelpreises, Dr. Oliver Geden, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin, und Mitglied im sozialwissenschaftlichen Expertenkreis des Bundesumweltministeriums, Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Direktor des Deutschen Museums und Claudia Langer, Gründerin von UTOPIA.

 

Veranstaltungsort: Ehrensaal des Deutschen Museums in München.

 

 

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20. Juni 2009

 

Workshops/Diskussion/Kabarett: "Slowmotion: Mobilität genießen"

 

Auftaktveranstaltung des Netzwerks Slowmotion (Förderzeitraum: 2009)

 

Vor und in dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München fand die große Auftaktveranstaltung des Netzwerks Slowmotion statt, dessen Aufbau von der Selbach-Umwelt-Stiftung gefördert wird. Sie stand unter dem Motto „Mobilität genießen“. Mit einem vielfältigen Programm für die ganze Familie mit Aktionen, Informationsständen, Fahrradparcours und kulinarischen Angeboten sowie Workshops, Podiumsdiskussion und Kabarett/Musik, sollte zu einem vorurteilsfreien und neuen Umgang mit dem Verhältnis zwischen Zeit und Mobilität angeregt werden.

 

Veranstaltungsort: Verkehrszentrum, Theresienhöhe 14a, München

Programmflyer

 

 

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30. April bis 2. Mai 2009

 

Tagung: "Jenseits der Beschleunigung

Zeiten des Verkehrs und postfossile Mobilität"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing (öffentliche bundesweit ausgeschriebene Tagung) (Förderzeitraum: 2009)

 

Verkehr war bisher fast ausschließlich mit dem Verbrauch von Erdöl gleichzusetzen. Dieser bisherige Antreiber des fossilen Verkehrs ist heute am Fördermaximum ("Peak Oil") angekommen. Der Versuch, das Endspiel des fossilen Verkehrs zu verlängern, jedes einfache "Weiter so!" (Business-as-usual), hat immer größere Kosten zur Folge und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer "harten Landung".

 

Stattdessen gilt es, die bisherige fossile Verkehrspolitik zu einer nicht-fossilen Mobilitätspolitik weiterzuentwickeln und sich der Frage zu stellen, welche Lebensstiländerungen nachhaltige Formen der Mobilität benötigen und hervorrufen. Ein Schwerpunkt wird dabei der veränderte Umgang mit Zeit sein. –

 

Die Zeitakademie des Tutzinger Projekts „Ökologie der Zeit“ diente dem Erfahrungsaustausch und dem Diskurs über die Grenzen der bisherigen Debatten hinweg: Energie- und Klimafragen standen ebenso im Zentrum wie neue Konzepte von Verkehr und Mobilität sowie dem gesellschaftlichen wie individuellen Umgang mit Zeit.

 

Veranstaltungsort: Evangelische Akademie Tutzing

 

Programm

Programmflyer (Download)

Anmeldung Ev. Akademie Tutzing

 

 

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17. bis 19. Oktober 2008

 

Seminar: Standortbestimmung: "Was ist mit den Wäldern los?"

 

Bildungsveranstaltung des Vereins PRO REGENWALD (Förderzeitraum: 2008)

 

Das dreitägige Seminar richtete sich vor allem an junge Bürger und Bürgerinnen, die ehrenamtlich, in Eigeninitiative oder im Rahmen von Verbandsaktivitäten für den Schutz der Wälder der Erde arbeiten. Das Seminar diente der Vermittlung eines Grundwissens zum Verständnis der Wälder, zeigte die Schädigungen und Bedrohungen des Ökosystems Wald auf und berichtete von den aktuellen Bemühungen nationaler und internationaler Gremien, den notwendigen Schutz der Wälder weltweit zustande zu bringen.

 

Veranstaltungsort: Tagungshaus Grainau in Garmisch-Partenkirchen

 

 

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10. Oktober 2008

 

Auftaktveranstaltung Münchner Klimaherbst 2008: "Menschenrecht oder Wirtschaftsgut: Wem gehört das Wasser?"

 

Abendveranstaltung, mit der der Aktionsmonat "Münchner Klimaherbst", der 2008 unter dem Themenschwerpunkt "Konfliktstoff Wasser" steht, eröffnet wird (Förderzeitraum: 2008)

 

Wasser als elementare Lebensressource wird durch die globalen klimatischen Veränderungen immer stärker beeinflusst. Zwar werden wir die Auswirkungen in Bayern weniger dramatisch zu spüren bekommen, als in vielen anderen Teilen der Erde. Hochwasser, ausbleibende Schneefälle und schmelzende Gletscher lassen jedoch auch lokal erkennen, welche globalen Änderungen auf die Menschen zukommen.

 

Die Endlichkeit der vielfältig genutzten Ressource Wasser sorgt zunehmend für politischen Sprengstoff. Als Kulturgut, Lebensmittel, Verkehrsweg oder Energielieferant - ist Wasser schon heute in vielen Länder Grund zahlreicher Konflikte. Damit stellt sich die Frage: "Wem gehört das Wasser?" Ist der freie Zugang zu Wasser ein Menschenrecht oder ist Wasser ein Wirtschaftsgut wie andere auch?

 

Referenten: Prof. Dr. Wolfram Mauser (LMU München), Ministerialdirigent Dr. Martin Grambow (Bayer. Umweltministerium), Stephan Schwarz (Stadtwerke München), Prof. Dr. Eva Lang (Universität der Bundeswehr München), Dr. Thomas Kluge (Institut für sozial-ökologische Forschung), Prof. Dr. Peter Rutschmann (TU München).

  

Veranstaltungsort: Ehrensaal des Deutschen Museums in München.

 

 

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22. April 2008

 

Workshop und Auftaktveranstaltung: "Postfossil mobil"

 

Mobilitätsinitiative moin und BUND e.V. (Förderzeitraum: 2008)

 

Öl – der Treibstoff der Moderne wird knapp. Die Auswirkungen rückläufiger Ölfördermengen werden wahrscheinlich noch früher für jeden spürbar sein als der Klimawandel.

 

Die Zeit ist jetzt reif, der völligen Ölabhängigkeit des Verkehrs mit zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten zu begegnen. Wie werden wir in 10 Jahren postfossil mobil? Sicher ist, dass wir radikal umdenken müssen: wir brauchen viel effizientere Mobilitätslösungen und werden in Zukunft ganz anders mobil sein als heute.

 

Die Auftaktveranstaltung „postfossil mobil“ war der Startschuss für einen breiten Konsultationsprozess. Er sollte es gesellschaftlichen Akteuren ermöglichen, eigene Visionen und Konzepte einzubringen und eine mobile Zukunft ohne fossile Kraftstoffe mit zu gestalten.

 

Zentrale Fragen waren:

  • Wo gibt es einen gesellschaftlichen Konsens und Konflikte über die zukünftige Mobilität?
  • Was erschwert den Ausstieg aus der Ölabhängigkeit?
  • Welche Leitbilder gibt es schon heute, die uns postfossil mobil
  • machen können?

 

Referenten: Staatssektretär Michael Müller (BMU), Dr. Günther Bachmann (Rat für Nachhaltige Entwicklung), Prof. Dr. Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Dr. Manfred Fischbeck (Wuppertal Institut), Dieter Brübach (B.A.U.M.).

  

Veranstaltungsort: Deutsches Technikmuseum Berlin

Programm Workshop

Programm Auftaktveranstaltung

 

 

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28. bis 30. März 2008

 

Tagung: "Psychologie der Nachhaltigkeit"

 

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing und dem Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt (öffentliche bundesweit ausgeschriebene Tagung) (Förderzeitraum: 2008)

 

Nachhaltigkeit als Lebenskunst: Was bedeutet das, was kann das bedeuten? Was passiert, wenn Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung nicht nur in Sonntags- und evtl. auch noch Montagsreden postuliert werden, sondern wenn damit „Ernst“ gemacht wird? Und wie und wodurch geschieht dies? Braucht das Lebensnotwendige (die Nachhaltigkeit) die Lebenskunst, um Eingang in unser Leben zu finden?

 

Veranstaltungsort: Evangelische Akademie Tutzing

 

Programm

 

 

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9. November 2007

 

Symposium: "Peak Oil, Klimawandel, Lebensstile – welche Alternativen für welche Zukunft?"

 

Symposium in Kooperation mit Global Challenges Network e.V. (Förderzeitraum: 2007)

 

Das Öl wird knapp. Doch hartnäckig hält sich die Meinung, dass Wachstum und Wohlstand von der Verfügbarkeit des schwarze Goldes abhängen. Um Zugang und Verteilung von Öl wird gekämpft. Es geht also längst nicht mehr nur um wirtschaftliche, sondern zunehmend auch um sicherheitspolitische Auswirkungen, die mit dieser Energieressource verbunden sind. Jedoch: Die deutlichen Zeichen des Klimawandels lenken die Aufmerksamkeit zunehmend auf mögliche und machbare Alternativen. Alternativen, die nicht nur den Bereich der Technik betreffen, sondern gleichermaßen unseren Lebensstil.

 

Die Tagung wurde gemeinsam veranstaltet von der Selbach-Umwelt-Stiftung mit der Fachhochschule München und dem Verein Global Challenges Network e.V.

 

Referenten: Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, Jörg Schindler, Nikolaus Supersberger, Prof. Dr. Gerhard Berz, Dr. Werner Zittel, Prof. Dr. Gerd Becker, Dr. Holger Krawinkel

 

Veranstaltungsort: Fachhochschule München

Programm / Downloads

 

 

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7. Juli 2007

 

"Das Ölfördermaximum und die Chance einer Klimadividende – Klimawandel und Peak Oil"

 

Nicht-öffentlicher Workshop in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Tutzing und dem Wuppertal Institut Klima, Umwelt, Energie (Förderzeitraum: 2007)

 

Im Nachgang zu dem Workshop wurde ein Paper verfasst, das die wesentlichen Ergebnisse zusammenfasst: " Klimawandel und abnehmende Verfügbarkeit von Erdöl – Maximum der Erdölförderung intelligent für Klimaschutzmaßnahmen nutzen"

 

Programm

Paper

 

 

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3. bis 5. Mai 2007

 

"Die sterile Gesellschaft

Bilder aus Wissenschaft und Mythos zur Krise nachhaltiger Re-Generation"

 

Nicht-öffentliches Symposion in Kooperation mit der Schweisfurth-Stiftung (München) zur Vorbereitung einer geplanten Buchpublikation (Förderzeitraum: 2007)

 

Nähere Infos

 

 

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24. Oktober 2006

 

"Mobilität neu denken – Konsequenzen für die Verkehrsinfrastruktur"

 

moin–Mobilitätsinitiative, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Förderzeitraum: 2006)

 

Wir stehen heute an der Grenze zwischen dem fossilen und dem postfossilen Zeitalter. Das Wirtschaftswachstum der vergangenen 200 Jahre beruhte auf der leichten und billigen Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern. Zwischenzeitlich haben wir das Fördermaximum des leicht verfügbaren Erdöls erreicht.

 

Ein Fortschreiben der bisherigen Verkehrsentwicklung und Infrastrukturinvestitionen wird nicht nur an monetäre, sondern auch auf reale Energieengpässe, Flächenknappheiten und an gesundheitliche Grenzen stoßen. Wie schnell auch immer der Übergang in das postfossile Zeitalter geschieht, es erfordert andere Energie-, Verkehrs- und Produktionsstrukturen und damit auch andere Raumstrukturen: Wir werden deshalb nicht weniger, sondern anders mobil sein. Was bedeutet dieser sich abzeichnende Wandel für die Mobilitätsinfrastruktur?

 

Das Gesprächsforum sollte – ausgehend von heutigen Lebensstilen und Konsummustern – die Risiken der gängigen Perspektive des Business-as-usual aufzeigen und Handlungserfordernisse für die Infrastruktur auf dem Weg zur postfossilen Mobilität diskutieren.

 

Der Mobilitätsdiskurs wendete sich an Entscheidungsträger aus Bund, Ländern und Kommunen, Vertreter der Medien sowie Führungs- und Fachpersonal aus der Wirtschaft, Verbänden, NGOs und relevanten Wissenschaften.

 

 

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16. Juni 2005

 

Lichtbildervortrag von Helmut Partsch: „Das Ries – Natur und Landschaft“

 

Stifungsveranstaltung (Förderzeitraum: 2005)

 

Das Nördlinger Ries ist aus geologischer Sicht eine bedeutende und auffallende Landschaft, eingebettet mit seinen weiten Fluren zwischen der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Noch heute kann man den Kraterrand erkennen, der vor etwas 15 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag entstanden ist. Relief, Boden und Klima schufen eine einzigartige Naturlandschaft und eine fruchtbare Kraterlandschaft, die eine intensive Landwirtschaft begünstigt. Den wenigen ungenutzten Flächen drohte in den 60er Jahren das Aus, als im großen Stil Flurbereinigungsverfahren in Angriff genommen wurden, die das Ziel hatten, das wechselnasse Streuwiesengebiet zu entwässern und in landwirtschaftliche Flächen umzuwandeln. Damit wäre eines der letzten Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen in der Rieser Ebene zerstört worden.

 

Auf Initiative des Rieser Naturschützers Rechtsanwalt Dr. Heinrich Greiner wurde 1970 die Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried und ein Jahr später der Rieser Naturschutzverein gegründet. Diese beiden Vereine waren und sind so erfolgreich, dass sie mittlerweile 25 Schutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 260 Hektar in ihren Besitz bringen konnten und damit der Trockenlegung und der Mais-Monokultur entzogen haben.

 

Der Lichtbildervortrag von Helmut Partsch, einem engagierten und langjähri-gen Naturschützer vor Ort, zeigte die zum Teil vom Aussterben bedrohten Tiere und Pflanzen des Nördlinger Ries in ihren Lebensräumen und ging auf die erfolgreiche und modellhafte Arbeit der Rieser Naturschutzvereine ein.

 

Veranstaltungsort: Gregor-Louisoder-Umweltstiftung, München