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Münchner Forum Nachhaltigkeit


Gemeinsam mit dem oekom Verein und der Schweisfurth-Stiftung führt sie Selbach-Umwelt-Stiftung seit 2005 die regelmäßige Vortragsreihe "Münchner Forum Nachhaltigkeit" durch.

 

Als zusätzliche Kooperationspartner konnten in den letzten Jahren gewonnen werden: Die Umwelt-Akademie e.V., Bürgerstiftung München, Green City e.V., Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Ringvorlesung Umwelt der Studentischen Vertretung der TU München.

 

Eine Überblick über die Vorträge der Jahre 2005 bis 2019 finden Sie hier.

 

 

134. Abend: 19. April 2021

 

Prof. Dr. Ingrid Krau (mit Dr. Ariane Sept und Victor Goebel)

 

Corona und die Städte

Suche nach einer neuen Normalität

 

Zum Thema:
Immer deutlicher wird, dass die Corona-Pandemie keine vorübergehende Episode ist, sondern einen Epochenumbruch zur Folge hat. In ihrem Zentrum steht die Erschütterung des bisherigen Zusammenlebens in den großen Städten und des Sinns von Urbanität. Die pandemiebedingte „Furcht voreinander“ wird noch lange das Miteinander in der Stadt prägen. Damit verschwindet die alte Normalität des urbanen Zusammenlebens – und macht einer neuen Platz. Nur, wie könnte die aussehen?

 

Nicht nur die Pandemiegefahr, auch die sich dramatisch zuspitzende Klimakrise und wachsende Armut zwingen uns, die Städte und ihr Wachstum in den Blick zu nehmen. Auch hier zeichnet sich ein Umbruch ab: während sich gleichzeitig noch die Baukräne drehen, um die Städte weiter zu verdichten und so die innerstädtischen Grünräume dezimiert werden, nimmt der Zuzug ab und verlieren die Städte zugunsten ländlicher Räume an Attraktivität. Dieser Umbruch wird sich nicht im Selbstlauf erledigen. Er braucht Planung und politische Steuerung.

 

Die Referentin Ingrid Krau wird in dem Vortrag ihre Beobachtungen zu Stadtwachstum, Verdichtung, Seuchenausbreitung, Zusammenbruch und Kurskorrektur in den Kontext der historischen Vorläufer im 19. Jahrhundert stellen und zugleich Bezug nehmen auf die Erkenntnisse naturwissenschaftlicher Lebenswissenschaften. Als Beobachtende des Umbruchs im ländlichen Raum hat sie zwei Gäste hinzugeladen, die sich forschend mit den neuen Perspektiven dieser Räume auseinandersetzen.

 

Referierende:

Prof. Dr. Ingrid Krau, Architektin und Stadtplanerin, bis 2007 Inhaberin des Lehrstuhls für Stadtraum und Stadtentwicklung an der TU München, seither publizistisch tätig mit Schwerpunkten zum Ausstieg aus fossilen Energien, Stadtwachstum und Verdichtungsstrategien.

 

Dr. Ariane Sept, Dipl.-Ing. der Stadt- und Regionalplanung und Soziologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellvertretende Abteilungsleiterin am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner bei Berlin.

 

Viktor Goebel, Geograph und Projektleiter für nachhaltige Mobilität bei der Landeshauptstadt München, zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter zu Fragen der Raumentwicklung an der TU München und in der schweizerischen Bundesverwaltung.

 

 

 

Online-Veranstaltung. Anmeldung erfoderlich.

 

 

133. Abend: 15. März 2021

 

Kathrin Hartmann

 

Grüne Illusionen

Warum wir die ökologische Frage stärker mit der sozialen verknüpfen müssen

 

Zum Thema:
Es scheint, als wären inzwischen alle für einen umfassenden Klima- und Artenschutz – „im Prinzip“ jedenfalls. Doch es mangelt an der konsequenten Umsetzung auf allen Ebenen der Gesellschaft. Zudem ist die Gefahr groß, dass sich in der Debatte ein „Weiter so“ in grünem Gewand durchsetzt. Denn vor allem technologische Lösungsvorschläge, wie sie die „Green Economy“ mit ihren „nachhaltigen“ Konsumversprechen bereithält, haben Konjunktur – Versprechen für „grünes Wachstum“, die jedoch soziale, ökonomische und politische Machtfragen weitgehend ausblenden.

 

Die Referentin des Abends, die Journalistin und bekannte Buchautorin Kathrin Hartmann, bezweifelt, dass die momentan diskutierten Wege wirklich zu der erforderlichen ökologischen und sozialen Transformation unserer Gesellschaft führen werden. Sie befürchtet, dass sie im Gegenteil die globalen sozialen und ökologischen Verheerungen noch weiter vorantreiben.

 

In ihrem jüngsten Buch Grüner wird’s nicht schreibt sie: „Die Gewalt, die dem Klimawandel eingeschrieben ist, war und ist nie nur ein Verbrechen gegen die Natur, sondern immer auch gegen Menschen. Daher ist es wichtig, den Klimaschutz nicht isoliert zu betrachten, nicht als ‚Generationenfrage’ und erst recht nicht als drohende ‚Auslöschung der Menschheit’. Sondern als Frage der globalen Gerechtigkeit, heute, hier und jetzt. Dafür müssen wir ökologische, soziale und Machtfragen miteinander verbinden.“

 

Zur Referentin:

Kathrin Hartmann schreibt u.a. für die Süddeutsche Zeitung, den Freitag und die Frankfurter Rundschau. In ihren Büchern (z.B. Aus kontrolliertem Raubbau oder Die grüne Lüge) setzt sie sich kritisch mit den Konzepten „grünes Wachstum“ und „nachhaltiger Konsum“ auseinander.

 

 

Online-Veranstaltung. Anmeldung erforderlich.

 

 

 

132. Abend: 18. Februar 2021

 

Dr. Joachim Spangeberg

 

Nicht die Fledermäuse sind schuld

Über den Zusammenhang von Naturzerstörung und Pandemiegefahr

 

Zum Thema:
Das SARS-CoV-2-Virus, das die Covid-19-Pandemie verursacht, ist höchst wahrscheinlich im Verlauf des Handels mit Wildtieren, gegebenenfalls über Zwischenwirte, auf den Menschen übergegangen. Wildtierzucht in Massentierhaltung und Wildtierhandel sind eine wichtige Quelle solcher Zoonosen.

 

Noch häufiger ist die Übertragung im Freiland: durch die immer engere Konfrontation mit den Virusträgern, denen sich der Mensch beim Eindringen in noch funktionierende Naturlandschaften aussetzt. Erst Jagd, dann Waldrodung und landwirtschaftliche Nutzung plus Besiedlung führen zu Situationen, in denen solche Virusübergänge häufiger werden.

 

Der Vortrag zeigt die Zusammenhänge auf, die zwischen der Zerstörung von Naturgebieten und dem Ausbruch von Infektionskrankheiten beim Menschen bestehen. Er macht deutlich, dass Naturschutz und Gesundheitsschutz zusammengedacht werden müssen, dass im Sinne des „One-Health“-Konzepts die Gesundheit von Natur, Tier und Mensch gleichermaßen zentral ist, um zukünftige Pandemien zu vermeiden. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) hat in seiner jüngsten Studie eindrücklich aufgezeigt, warum die Wahrscheinlichkeit von Pandemien mit der zunehmenden Vernichtung von Ökosystemen und Biodiversität steigt.

 

So gesehen ist auch die Corona-Krise alles andere als eine unvermeidbare „Naturkatastrophe“. Vielmehr sei der Schutz der natürlichen Artenvielfalt eine »essenzielle Komponente der Pandemie-Prophylaxe«, so der Referent des Abends.

 

Zum Referenten:

Dr. Joachim Spangenberg ist Biologe, Ökologe und Wirtschaftswissenschaftler. Er hat an der jüngsten IPBES-Studie mitgearbeitet und u.a. viele Jahre am Wuppertal-Institut und am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) gearbeitet. Er ist Vizepräsident des Sustainable Research Institute (Seri) in Köln und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

 

 

Online-Veranstaltung. Anmeldung erforderlich.

 

 

 

131. Abend: 15. Dezember 2020 [Vortrag Prof. Dr. Hubert Weiger – Nähere Infos folgen]

 

 

130. Abend: 3.Dezember 2020 [Vortrag Prof. Dr. Corinne Pelluchon – Nähere Infos folgen]

 

 

129. Abend: Mittwoch, den 7. Oktober 2020

 

Dr. Susanne Götze & Annika Joeres

 

Klimaschutz in Gefahr

Europas rechte Netzwerke der Klimawandelleugner

 

Zum Thema:

Ihre Argumente sind krude, ihre Finanzen undurchsichtig, aber ihr Einfluss reicht bis in Regierungen. Klimawandelskeptiker v.a. aus dem rechten politischen Lager und Lobbyisten der Fossilindustrie sind nicht nur in den USA aktiv, sondern auch in Europa. Ihr Ziel: Klimaschutzgesetze torpedieren, die Verbrennung fossiler Rohstoffe fördern und die Staaten dazu bewegen, aus dem Pariser Weltklimaabkommen auszusteigen.

 

In Deutschland ist es vor allem die AfD, die den Klimawandelleugnern eine politische und parlamentarische Stimme verleiht. Aber nicht nur extrem rechte Parteien versuchen, effektiven Klimaschutz zu verhindern. Wie in den USA gibt es auch in Deutschland und Europa – neben den einschlägigen Lobbygruppen der fossilen Industrie – eine Reihe von neoliberalen Denkfabriken, die Ergebnisse der Klimaforschung und Klimapolitik infrage stellen.

 

  • Mit welchen Strategien, Netzwerken und Argumenten kämpfen die Klimaschutz-Bremser gegen die deutsche und europäische Klimaschutzpolitik?
  • Ist es ein Zufall, dass dieselben Menschen, die gegen Migration und freie Presse sind, auch Erkenntnisse zum Klimawandel bestreiten?

 

Diesen und weiteren Fragen werden die beiden Referentinnen in ihrem Vortrag nachgehen.  

 

Zu den Referentinnen:

Dr. Susanne Götze ist Historikerin, Journalistin sowie Autorin und arbeitet u.a. als Wissenschaftsredakteurin beim SPIEGEL. Annika Joeres ist Journalistin und Autorin und arbeitet in Frankreich für das investigative Recherchenetzwerk correctiv.org und DIE ZEIT.

 

 

 

128. Abend: Dienstag, den 21. Juli 2020

 

Prof. Dr. Dieter Gerten

 

Wasser

Knappheit, Klimawandel, Welternährung

 

Zum Thema:

Wasserkrisen gehören mittlerweile zu den größten globalen Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft. Zusammenhänge mit Nahrungsmittelknappheit und mangelnder Anpassung an den Klimawandel sind offenkundig. Dabei ist Wasserknappheit selten die unabwendbare Folge schwindender Wasservorräte, sondern immer auch das Resultat der unverhältnismäßigen Nachfrage durch den Menschen. Heute benötigen wir ein neues Wasserethos, das die durch Umweltbedingungen gesetzten Grenzen respektiert und den gerechten Zugang aller Menschen zu sauberem Wasser umfasst.

 

Zum Referenten:

Prof. Dr. Dieter Gerten wird in seinem Vortrag die globale Wasserkrise vor dem Hintergrund des Klimawandels und einer weiter steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln analysieren. Er ist Koordinator für Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Klimasystem und Wasserhaushalt im Globalen Wandel an der Humboldt Universität zu Berlin.

 

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127. Abend: Montag, den 29. Juni 2020

 

Prof. Dr. Niko Paech

 

All you need is less

Bedeutet Suffizienz Verzicht?

 

Zum Thema:

Alles stand still, nichts ging mehr. Globale Lieferketten brachen zusammen. Die Wirtschaft wurde ins künstliche Koma versetzt. Eine weltweite Rezession von ungeahntem Ausmaß zeichnet sich ab. Und das alles nur wegen eines Virus’! Ist die Zeit der Wachstumskritik jetzt vorbei? Brauchen wir jetzt nicht mehr von allem, statt weniger? Warum sind unsere reichen Wirtschaftssysteme so fragil und verletzlich? Und welche Rolle spielen in Zukunft nachhaltige, genügsame Lebensstile? Der bekannte Wachstumskritiker Prof. Dr. Niko Paech sieht in der Corona-Krise eine Chance – für ein Experimentieren und Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit und genügsame (suffiziente) Lebensstile. Für ihn bleibt es dabei: „All you need is less“ …

 

Denn bereits vor der Corona-Krise zeichnete sich ab, dass der Hyperkonsum und die überbordende Ausstattung mit materiellen Gütern ihre Schattenseiten haben: ökologisch sowieso, aber auch für jeden/jede einzelne/n. Warum sich nicht befreien von all dem Überfluss? Ballast abwerfen, sich dem Steigerungswahn entziehen, verführerische Komfortangebote links liegen lassen, das Vorhandene als auskömmlich betrachten und gegen aufdringlichen Fortschritt verteidigen, gemeinsam mit anderen den Mut zum Unzeitgemäßen entwickeln ... – Dies alles kostet nichts, bedarf keiner innovativen Erfindung, ist nicht von Mehrheiten abhängig, verstößt gegen kein Gesetz und benötigt auch keines. Ein friedlicher und fröhlicher Aufstand der sich Verweigernden – besser noch: ein maßvoller Wohlstands- und Technologieboykott – als letzter Ausweg. So die zentrale These und Ermutigung des Volkswirts Niko Paech, der als einer der bekanntesten Postwachstumsökonomen in Europa gilt.

 

Zum Referenten:

Er arbeitet als außerplanmäßiger Professor im Bereich Plurale Ökonomie an der Universität Siegen und ist Autor u.a. der viel zitierten Streitschrift „Befreiung vom Überfluss“. Unter dem Titel „All you need is less“ hat er jüngst zusammen mit Manfred Folkers ein Buch über die „Kultur des Genug aus buddhistischer und ökonomischer Sicht“ veröffentlicht.

 

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126. Abend: Dienstag, den 16. Juni 2020

 

Prof. Dr.-Ing. Dr. Christian Berg

 

Ist Nachhaltigkeit utopisch?

Wie wir Barrieren überwinden und zukunftsfähig handeln (Der neue Bericht an den Club of Rome)

 

Zum Thema:

Energiewende, Elektroautos, CO2-Steuer – seit Jahren erdenken Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft immer neue Maßnahmen, um die sozial-ökologischen Krisen einzudämmen. Und doch ist keine Besserung in Sicht – im Gegenteil: In vielen Bereichen verschlimmert sich die Lage sogar noch. Warum bekommen wir die Wende nicht hin?

 

Weil wir nur einzelne Symptome bekämpfen, statt die zugrunde liegenden Probleme und ihre Zusammenhänge anzugehen, sagt Christian Berg. In einer differenzierten Analyse identifiziert er in dem jüngsten Bericht an den Club of Rome die Barrieren, die uns rechtlich, wirtschaftlich, politisch, aber auch technologisch und kognitiv im Weg stehen. Aus ihrer Erkenntnis entwickelt er konkrete Handlungsprinzipien, die helfen, diese Hindernisse zu überwinden und eine nachhaltige Zukunft zu ermöglichen.

 

Zum Referenten:

Prof. Dr. Dr. Christian Berg hat Physik und Philosophie studiert, außerdem Theologie. Über eine Dissertation zum Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaft kam er zu den Fragen, die seine Arbeiten seither begleiten: Wie wir verantwortungsvoll mit der Schöpfung umgehen und Technik entsprechend einsetzen. Er beschäftigt sich seit fast 20 Jahren in verschiedenen Rollen mit dem Thema Nachhaltigkeit – in Wirtschaft und Wissenschaft, Politikberatung und Zivilgesellschaft, etwa als Mitglied des deutschen Präsidiums des Club of Rome oder als Professor für Nachhaltigkeit an der TU Clausthal. Immer wieder hat er erlebt, wie großartige Ideen nicht umgesetzt wurden. Er wollte wissen, warum das so ist – und was wir tun können, um dies zu ändern.

 

Online-Veranstaltung

 

 

 

125. Abend: Donnerstag, den 12. März 2020

 

Prof. Dr. Mathias Binswanger

 

Der Wachstumszwang

Warum die Volkswirtschaft immer weiterwachsen muss, selbst wenn wir genug haben

 

Zum Thema:

 

it dem Wirtschaftswachstum war über lange Zeit ein Heilsversprechen auf bessere Zukunft verbunden, das sich großenteils auch bewahrheitet hat. Doch aus diesem Heilsversprechen wird in neuester Zeit zunehmend eine Zwangshandlung. Für eine steigende Zahl von Menschen in reichen Ländern ist mehr materieller Wohlstand kein glaubhaftes Versprechen mehr auf ein noch besseres zukünftiges Leben. Deshalb wird Wachstum heute kaum noch mit diesem Argument begründet – zumal aus ökologischer Sicht mehr Wachstum vor allem zu mehr Umweltzerstörung führt.

 

Einige proklamieren daher eine „Postwachstumsgesellschaft“. Doch ist diese überhaupt möglich? In der Regel hören wir stattdessen, dass ein Land wie Deutschland bei geringem oder ausbleibendem Wachstum gegenüber anderen Ländern zurückbleibt, als Wirtschaftsstandort unattraktiv wird, an Innovationskraft einbüßt oder Arbeitsplätze verliert. Wir müssen wachsen, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, auch wenn wir gar nicht noch mehr materiellen Wohlstand wollen! In seinem Vortrag zeigt der Ökonom Prof. Dr. Mathias Binswanger die Gründe für diesen „Wachstumszwang“ auf.

 

Zum Referenten:

Der Referent ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten und Privatdozent an der Universität St. Gallen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Makroökonomie, Finanzmarkttheorie, Umweltökonomie sowie in der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Glück und Einkommen. Er gilt als einer der einflussreichsten Ökonomen in der Schweiz.

 

Veranstaltungsort und -zeit:

Ev. Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München (U-Bahn Sendlinger Tor):

19.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr.

Anmeldung erforderlich

 

 

 

124. Abend: Donnerstag, den 16. Januar 2020

 

Dr. Thomas Bruhn

 

Das große Ganze – und wir mittendrin

Denkweisen und Geisteshaltungen für das Anthropozän

 

Zum Thema:

Während wir umgeben sind von Nachrichten über Klimawandel, Artensterben oder soziale Spaltung, wird es für uns als Einzelne immer schwieriger, uns in dieser Situation zu orientieren und zu erkennen, wo und wie wir selbst handeln können. Angesichts der schieren Ausmaße und Komplexität der globalen Herausforderungen, aber auch angesichts des Scheiterns von Gesellschaft und Politik bei der Bewältigung etwa der Klimakrise fühlen sich Menschen oft machtlos: überfordert und enttäuscht zugleich.

  • Welche Hoffnung besteht in dieser Zeit des beschleunigten komplexen Wandels für die Zukunft der menschlichen Zivilisation?
  • Wie ist es möglich, selbst mitzugestalten an der Entwicklung zukunftsfähiger Lebensweisen?
  • Und was hat das alles zu tun mit einem tiefen Wandel in unserem persönlichen Bewusstsein und unserem Verständnis vom Aufbau der Wirklichkeit? 

Der Vortrags- und Diskussionsabend beleuchtet den aktuellen Wandel in der Beziehung zwischen Menschheit und Erde im sogenannten Anthropozän und wie die Menschheit ihre Rolle und Verantwortung darin neu erkennt. Der Physiker und Nachhaltigkeitsforscher Dr. Thomas Bruhn gibt dazu Einblicke in die (Erd-)System-forschung, Philosophie und Sozialpsychologie und zeigt Ansätze auf für die Wirkungsmöglichkeiten jedes Einzelnen. Er lädt ein, gemeinsam über die grundlegenden Fragen des Menschseins neu zu reflektieren, und macht Mut für die Zukunft.

 

Zum Referenten:

Dr. Thomas Bruhn ist Forschungsgruppenleiter für das Projekt AMA („A Mindset for the Anthropocene“) und Bereichssprecher am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam sowie Mitglied der Deutschen Gesellschaft Club of Rome.

 

Der Abend ist dem Andenken an den 2014 verstorbenen Physiker, Naturphilosophen und Träger des Alternativen Nobelpreises Hans-Peter Dürr gewidmet und wird in Kooperation mit Global Challenges Network (GCN) e.V. und der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME e.V. durchgeführt.

 

Veranstaltungsort und -zeit:

münchner zukunftssalon, oekom e.V., Waltherstr. 29 Rgb., 80337 München (U-Bahn Goetheplatz):

19.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr.

Anmeldung erforderlich